Stadt · Landkreis Heilbronn
Schwaigern im Kraichgau
Im Leintal, wo die Lössfelder des Kraichgaus gegen den bewaldeten Heuchelberg ansteigen, haben die Herren von Neipperg ihr Dorf über Jahrhunderte zur Stadt ausgebaut. Geblieben sind eine spätgotische Stadtkirche mit dem Barbara-Altar von Jörg Ratgeb, das bis heute bewohnte Schloss der Grafenfamilie und lange Stücke der Stadtmauer, dazu drei Dörfer ringsum und im Süden die Rebhänge am Heuchelberg.
- Mit der Bahn
- S 4 an vier Halten, RE 45 am Bahnhof und in Stetten; Heilbronn Hbf in 10 bis 16 Minuten
- Mit dem Auto
- B 293 zwischen Heilbronn und Eppingen, A6-Anschlussstelle Bad Rappenau (35) gut 10 km nördlich
- Am Übergang
- 71 Prozent Kraichgau, 29 Prozent Heuchelberg im Naturraum Strom- und Heuchelberg

74193 Schwaigern
Website der GemeindeBild: © Roman Eisele, CC BY-SA 4.0, Ausschnitt
Schwaigern kurz erklärt
Schwaigern ist eine Stadt mit 11.784 Einwohnern (Stand 31.12.2025) im Westen des Landkreises Heilbronn, über die B 293 rund 14 Kilometer von Heilbronn entfernt. 71 Prozent der Stadtfläche liegen im Naturraum Kraichgau, der bewaldete Süden auf dem Heuchelberg gehört schon zum Strom- und Heuchelberg. Bekannt ist die Stadt für den Barbara-Altar von 1510 in der Johanneskirche, für ihren Wein aus der Großlage Heuchelberg und für den Leintalzoo östlich der Kernstadt.
Fakten
- Status
- Stadt, keine Große Kreisstadt; Marktrecht seit 1486, Verwaltungsgemeinschaft mit Massenbachhausen
- Landkreis
- Landkreis Heilbronn seit 1. Oktober 1938, zuvor Oberamt und Kreis Brackenheim
- Einwohner (31.12.2025)
- 11.784 (amtliche Fortschreibung der Statistischen Ämter)
- Fläche
- 49,49 km², davon 71 Prozent im Naturraum Kraichgau
- Postleitzahl
- 74193
- Gliederung
- Kernstadt und drei Stadtteile: Massenbach, Stetten am Heuchelberg, Niederhofen
- Höhenlage
- rund 180 m an der Lein bei Leingarten bis knapp 336 m an der Wolfsgrube über Stetten; Rathaus 189 m
- Erste Erwähnung
- 766 als Suegerheim im Lorscher Codex
- Weinbau
- erstmals 799 erwähnt; die Lagen aller Stadtteile gehören zur württembergischen Großlage Heuchelberg
- Rathaus
- Marktstraße 2, 74193 Schwaigern
Redaktionell geprüft am 5. Oktober 2026.
Vier Orte, zwei Herkünfte: Kernstadt und drei Stadtteile
Die drei Dörfer kamen 1971 zu Schwaigern, Massenbach am 1. Juli, Stetten und Niederhofen am 1. September, jeweils nachdem sich zwei Drittel der Bürger dafür ausgesprochen hatten. Bis zum Ende des Alten Reichs gehörten die vier Orte zwei Welten an: Schwaigern und Massenbach waren Orte der Reichsritterschaft und beim Ritterkanton Kraichgau eingeschrieben, Stetten und Niederhofen dagegen württembergische Amtsdörfer, die von Brackenheim aus verwaltet wurden. Die Einwohnerzahlen je Stadtteil haben den Stand November 2025.
Schwaigern (Kernstadt)
Altstadt am Nordhang des Leintals mit Johanneskirche, Schloss der Grafen von Neipperg, Hexenturm und rund 700 Meter erhaltener Stadtmauer; drei Bahnhalte (West, Bahnhof, Ost), im Osten der Leintalzoo, dazu mehrere Aussiedlerhöfe; 2.203 Hektar, 6.826 Einwohner
Massenbach
Dorf rund zwei Kilometer nördlich im Tal des Biberbachs, 773 im Lorscher Codex erwähnt und Stammsitz der Freiherren von Massenbach; dreiflügeliges Schloss um 1760, daneben die Zehntscheuer von 1578 mit Staffelgiebel und die Georgskirche von 1912 im Jugendstil; kein Bahnhalt, montags bis freitags Busse 671 und 677; 850 Hektar, 1.916 Einwohner
Stetten am Heuchelberg
Weindorf links der Lein zwischen Kernstadt und Niederhofen, um 1140 erstmals erwähnt; Fachwerk-Rathaus aus dem 16. Jahrhundert, Alte Kelter von 1576 als Sommerhalle, Kirche St. Philipp und Jakob aus dem 15. Jahrhundert mit Pfarrhaus von 1775; eigener Halt an der Kraichgaubahn mit S 4 und RE 45; mit 1.113 Hektar und 2.158 Einwohnern der größte Stadtteil
Niederhofen
westlichster Stadtteil im oberen Leintal Richtung Kleingartach, 1325 erstmals erwähnt und seit dem 14. Jahrhundert württembergisch; ringsum Rebhänge, Cyriakuskirche mit gotischem Chor und Wandmalereien aus dem 15. Jahrhundert, Fachwerk-Rathaus von 1738; kein Bahnhalt, montags bis freitags Bus 672; mit 781 Hektar und 1.116 Einwohnern der kleinste Stadtteil
Lage und Anreise
Die Kernstadt liegt überwiegend am nördlichen Hang des Leintals, wo sich die Lein in den Lettenkeuper eingeschnitten hat. Kernstadt, Massenbach und die Talorte gehören zum Leinbachgäu, einem lössbedeckten Hügelland mit Äckern, das naturräumlich zum Kraichgau zählt. Hinter Stetten und Niederhofen steigt die Gemarkung nach Süden auf die bewaldete Schilfsandsteinplatte des Heuchelbergs an, die schon zum Strom- und Heuchelberg gehört. 71 Prozent der Stadtfläche entfallen auf den Kraichgau und 29 Prozent auf den Heuchelberg. Reben stehen an den sonnigen Hängen dazwischen, Wald vor allem am Nordhang des Heuchelbergs und im Hartwald im Westen. Die tiefste Stelle liegt mit rund 180 Metern an der Grenze zu Leingarten, wo der Massenbach in die Lein mündet, die höchste natürliche mit knapp 336 Metern an der Wolfsgrube über Stetten.
Erstmals erwähnt wird Schwaigern 766 im Lorscher Codex. Im 13. Jahrhundert übernahmen die Herren von Neipperg die Ortsherrschaft, im 15. Jahrhundert wurde der Ort ummauert, 1486 erhielt er das Marktrecht. Mit einem Schirmvertrag der Kurpfalz und dem Blutbann als Reichslehen behauptete die Familie Schwaigern über Jahrhunderte gegen Württemberg; seit dem 16. Jahrhundert war der Ort beim Ritterkanton Kraichgau eingeschrieben. Eberhard Friedrich von Neipperg, der nach der Zerstörung der Burg im Pfälzischen Erbfolgekrieg ab 1702 das heutige Schloss bauen ließ, war zeitweise Direktor dieses Kantons. Erst mit dem Ende des Alten Reichs verlor die Stadt ihre Sonderstellung: 1805 fiel sie zunächst an Baden, durch den Staatsvertrag vom 13. November 1806 an Württemberg und gehörte ab 1811 zum Oberamt Brackenheim. Brände im 19. und 20. Jahrhundert zerstörten große Teile des mittelalterlichen Kerns, das Rathaus im Jugendstil entstand nach dem Stadtbrand von 1905.
Die Eisenbahn erreichte Schwaigern von Osten: Am 10. Oktober 1878 eröffneten die württembergischen Staatsbahnen die Kraichgaubahn von Heilbronn bis hierher, und fast zwei Jahre lang endete die Strecke in Schwaigern, bis am 7. August 1880 die Lücke nach Eppingen geschlossen war. Seit 1999 fährt die Karlsruher Stadtbahn über Schwaigern bis Heilbronn. Nach der Gemeindereform siedelten sich vor allem Zulieferer der Autoindustrie an, der Weinbau ist trotzdem prägend geblieben. Er ist schon 799 in einer Schenkung an das Kloster Lorsch belegt; angebaut werden vor allem Trollinger, Riesling, Lemberger und Schwarzriesling, und die Weingärtnergenossenschaft Heuchelberg Weingärtner hat ihren Sitz in der Stadt.
Touristisch gehört Schwaigern zum HeilbronnerLand und nicht zum Tourismusverband Kraichgau-Stromberg. Die Stadt nennt sich selbst Schwaigern am Heuchelberg; die Wanderkarte „Kraichgau und Leintal“ des HeilbronnerLands deckt auch ihr Gebiet ab. Ihr Wein ist württembergisch, nicht badisch. Wie Kraichgau, Heuchelberg und Stromberg als Landschaften voneinander abgegrenzt sind, erklärt die Antwort Gehört der Stromberg zum Kraichgau?
- Auto: Über die B 293 sind es vom Rathaus rund 14 Kilometer bis zum Heilbronner Rathaus und gut 13 bis zum Marktplatz in Eppingen. Zur A6 geht es über die L 1107 nach Norden durch Massenbach zur Anschlussstelle Bad Rappenau (35), gut zehn Kilometer.
- Stadtbahn S 4: Sie hält an vier Stellen, in Schwaigern West, am Bahnhof, in Schwaigern Ost und im Stadtteil Stetten am Heuchelberg. Von den drei Halten der Kernstadt fährt sie jeden Tag zweimal pro Stunde nach Heilbronn, vom Bahnhof bis zum Heilbronner Hauptbahnhof sind es 16 Minuten, weiter geht es über Heilbronn Harmonie bis Öhringen. Richtung Karlsruhe fährt sie stündlich über Eppingen und Bretten und erreicht den Karlsruher Marktplatz nach 83 Minuten; der zweite Zug jeder Stunde endet schon in Schwaigern West. In Stetten hält die S 4 in jeder Richtung einmal pro Stunde.
- RE 45: Der Regionalexpress zwischen Karlsruhe und Heilbronn hält jeden Tag stündlich am Bahnhof Schwaigern und in Stetten, nicht aber in Schwaigern West und Ost. Heilbronn Hauptbahnhof erreicht er in 10 Minuten, Eppingen in 12, Bretten in 35 und Karlsruhe Hauptbahnhof in 62 Minuten; aus Karlsruhe ist er knapp eine Stunde unterwegs.
- Weitere Züge: Montags bis freitags fahren morgens und nachmittags zusätzlich Stadtbahnen der Linien S 41 und S 42 von Schwaigern West über Heilbronn weiter Richtung Neckarsulm, Mosbach und Bad Rappenau. Nach Stuttgart steigt man in Heilbronn um und ist insgesamt gut eine Stunde unterwegs.
- Welcher Halt: Für Altstadt, Rathaus und Stadtkirche ist der Bahnhof am günstigsten, zum Marktplatz sind es rund 450 Meter zu Fuß. Wer zum Leintalzoo will, steigt in Schwaigern Ost aus.
- Bus: Die Linien in die Stadtteile ohne Bahnhalt fahren nur montags bis freitags. Die 671 verbindet den Bahnhof mit Massenbach und fährt weiter über Massenbachhausen nach Gemmingen, die 672 fährt über Stetten und Niederhofen nach Kleingartach und Güglingen, die 677 von Massenbach nach Leingarten. Am Wochenende erreicht man Massenbach und Niederhofen nur mit Auto oder Rad. Abfahrten zeigt die Fahrplanauskunft von bwegt.
- Rad: Der Württemberger Weinradweg kommt aus Kleingartach über Stetten nach Schwaigern und führt weiter nach Heilbronn. Eine Alltagsroute des Radnetzes Baden-Württemberg verbindet die Stadt über Leingarten mit Heilbronn und über Gemmingen mit Eppingen. Luftpumpe und Werkzeug für kleine Reparaturen gibt es am RadSERVICE-Punkt an der Frizhalle, Theodor-Heuss-Straße 12.
Freizeit
Johanneskirche mit dem Barbara-Altar
Die evangelische Stadtkirche neben dem Schloss geht auf eine romanische Kirche um 1200 zurück; von 1514 bis 1520 erweiterte Baumeister Bernhard Sporer sie zur spätgotischen Hallenkirche. Die Größe hängt wohl damit zusammen, dass Schwaigern damals Sitz eines Landkapitels für 36 Gemeinden war. Im Innern stehen fünf vorreformatorische Altäre, darunter der Barbara-Altar, den Jörg Ratgeb 1510 für die Herren von Neipperg malte und mit seinem Zeichen signierte. Ratgeb schlug sich im Bauernkrieg auf die Seite der Aufständischen und wurde danach in Pforzheim hingerichtet. Dazu kommen Sakramentshaus, Steinkanzel und die Grabmäler der Neipperg. Führungen von rund einer Stunde für Gruppen von 10 bis 35 Personen vermittelt das evangelische Pfarramt, ganzjährig außer donnerstags.
Leintalzoo
Der privat geführte Tierpark liegt östlich der Kernstadt in der Talaue Richtung Leingarten und wurde 1980 eröffnet. Im Mittelpunkt stehen Affen: Mehr als 30 Schimpansen leben hier, dazu Gibbons, Kapuzineraffen und Mandrills. Außerdem gibt es einen Haustierbereich zum Füttern und einen großen Spielplatz. Der nächste Bahnhalt ist Schwaigern Ost.
Mehr zum LeintalzooStadtmauer, Hexenturm und Schloss
Von der einst rund 1.200 Meter langen Stadtmauer stehen noch etwa 700 Meter; der längste Abschnitt verläuft parallel zur Frizstraße, überragt von Fachwerkhäusern. Seit 2016 zeigen 17 Stelen entlang der erhaltenen und der verschwundenen Mauer historische Ansichten, die erste steht am Bahnhof. Im Südosten steht der Hexenturm, ein Wehrturm von 1461, benannt nach einer 1713 dort eingesperrten, als Hexe angeklagten Frau. Das Schloss neben der Kirche ist bewohnt und nur von außen zu sehen. Der historische Rundgang beginnt zwischen Rathaus und Stadtkirche und endet nach rund anderthalb Stunden am Obelisk.
Alte Stadtkelter mit Karl-Wagenplast-Museum
Der Fachwerkbau von 1659 gegenüber dem Rathaus war die Kelter der Neipperg, kam 1852 an die Stadt und beherbergt seit 2010 die Mediathek. Im ersten Obergeschoss zeigt der Heimatverein Grabungsfunde des Heimatforschers Karl Wagenplast aus dem Leintal, von der Jungsteinzeit bis zum mittelalterlichen Vorgängerort am Leidensberg, und im Eingang eine Nachbildung des Stettener Siebengöttersteins. Geöffnet ist am dritten Sonntag im Monat von 15 bis 17 Uhr, sonst über die Mediathek; der Eintritt ist frei.
Weinausschank am Lobenberg
Von Mai bis September schenkt der Verein Wein am Berg sonn- und feiertags am Lobenberg bei Stetten mitten in den Weinbergen die Weine der Schwaigerner Erzeuger aus, rund 750 Meter zu Fuß vom Parkplatz Stetten-Brackenheim. Mitglieder sind die Weingärtnergenossenschaft, mehrere Weingüter, der Bauernverband Stetten und der Handels- und Gewerbeverein. Im Dorf selbst lohnt der Blick auf die Alte Kelter von 1576, deren Dachwerk aus Stämmen besteht, die auf der Enz aus dem Schwarzwald geflößt wurden.
Planetenweg
Gegenüber dem Bahnhof beginnt am Eingang des Wohngebiets Mühlpfad der 2020 angelegte Planetenweg. Auf rund 600 Metern stehen Sonne und Planeten als Modell des Sonnensystems im Maßstab 1 zu 7 Milliarden, die letzte Station Neptun liegt am Landschaftsschutzgebiet Webert/Rohnsbach. Er ist ein Projekt der Robert-Mayer-Sternwarte Heilbronn.
Freibad
Das Freibad am Nordwestrand der Kernstadt hat beheizte Schwimmer- und Nichtschwimmerbecken mit Kurz- und Langbahnen, eine 85 Meter lange Rutsche, eine Kinderbadeplatte und eine große Liegewiese. Die Saison läuft in der Regel von Mai bis September.
Veranstaltungen
Flohmärkte
- Kindersachenbasar des Evangelischen JugendwerksSo., 18. Oktober 2026
- Kinderkleider- und Spielzeugbasar Massenbach in Massenbachüblich einmal im Jahr an einem Sonntag Ende September
Kerwen
- Kirchweih in Schwaigern mit Krämermarktüblich am dritten Septembersonntag, am Montag danach Krämermarkt
- Kirchweih in Stetten in Stetten am Heuchelbergüblich am letzten Oktobersonntag
Weihnachtsmärkte
- Massenbacher Weihnachtsmarkt im Schloss in Massenbachüblich am zweiten Adventswochenende, Samstag und Sonntag ab 14 Uhr
- s'Stettener Weihnachts-Plätzle in Stetten am Heuchelbergüblich am Samstag vor dem ersten Advent am späten Nachmittag
Alltag
Das Jugendstil-Rathaus in der Marktstraße 2 steht zwischen Marktplatz, Stadtkirche und Schloss. Die Verwaltung ist montags bis freitags von 8 bis 12 Uhr geöffnet, dienstags zusätzlich von 14 bis 18 und donnerstags von 14 bis 16 Uhr. Das Bürgerbüro für Ausweise, Meldewesen und Fundsachen öffnet außerdem am ersten Samstag im Monat von 9 bis 12 Uhr, dafür braucht man einen Termin. Gästen hilft der Info-Point der Stadt im VielFACH-Laden in der Theodor-Heuss-Straße 3/1 mit Stadtführungen, Rad- und Wanderkarten und Eintrittskarten für die Kulturreihe Knackpunkt.
Die Mediathek in der Alten Stadtkelter am Kelterplatz hat seit 1. Oktober 2026 dienstags bis samstags geöffnet, am längsten dienstags von 9.30 bis 12 und von 14 bis 17.30 Uhr. Im Juli feiern Gastronomen und Weinerzeuger zwischen Schloss, Altem Rentamt und Rathaus das mehrtägige Kiliansfest. Einkaufen lässt sich in der Ortsmitte und in einem größeren Einkaufszentrum an der Heilbronner Straße beim Bahnübergang.
Grundschulen gibt es in der Kernstadt, in Massenbach und in Stetten. Die Leintal-Schule hat einen Realschul- und einen Gemeinschaftsschulzweig, dazu kommt ein Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum; ein Gymnasium hat Schwaigern nicht. Für Wohnmobile hält die Stadt zwei kostenlose Stellplätze in der Gemminger Straße 91 gegenüber dem Freibad bereit, mit Entsorgungsstation und für höchstens 72 Stunden; weitere Plätze bietet die Weingärtnergenossenschaft an ihrer Kellerei.
- Rathaus, Marktstraße 2: montags bis freitags 8 bis 12 Uhr, dienstags 14 bis 18 Uhr, donnerstags 14 bis 16 Uhr
- Bürgerbüro zusätzlich am ersten Samstag im Monat 9 bis 12 Uhr, nur mit Termin
- Info-Point, Theodor-Heuss-Straße 3/1: montags bis freitags 9 bis 12.30 und 14 bis 18 Uhr, samstags 9 bis 12.30 Uhr
- Karl-Wagenplast-Museum: dritter Sonntag im Monat 15 bis 17 Uhr, Eintritt frei
- Schloss Schwaigern: bewohnt, nur von außen zu sehen
- RE 45 hält nur am Bahnhof und in Stetten; zum Leintalzoo mit der S 4 bis Schwaigern Ost
- Busse nach Massenbach und Niederhofen nur montags bis freitags
- Weinausschank am Lobenberg: Mai bis September sonn- und feiertags
- Wohnmobile: zwei kostenlose Plätze in der Gemminger Straße 91, höchstens 72 Stunden
Häufige Fragen
Gehört Schwaigern zum Kraichgau?
Zum größten Teil. 71 Prozent der Stadtfläche liegen im Naturraum Kraichgau, nämlich im Leinbachgäu, einem lössbedeckten Hügelland mit der Kernstadt, Massenbach und den Talorten. Die übrigen 29 Prozent gehören zum Heuchelberg, dem bewaldeten Keuperrücken im Süden, der mit dem Stromberg einen eigenen Naturraum bildet. Auch geschichtlich gibt es eine Verbindung: Schwaigern und Massenbach waren als Orte der Reichsritterschaft beim Ritterkanton Kraichgau eingeschrieben. Die Stadt selbst nennt sich Schwaigern am Heuchelberg und wirbt im Verbund HeilbronnerLand. Wie wir das Gebiet abgrenzen, steht unter Welche Orte gehören zum Kraichgau?
Welche Stadtteile gehören zu Schwaigern?
Neben der Kernstadt drei: Massenbach im Norden sowie Stetten am Heuchelberg und Niederhofen im Südwesten. Alle drei kamen 1971 zur Stadt, Massenbach am 1. Juli, Stetten und Niederhofen am 1. September. Größter Stadtteil ist Stetten mit 2.158 Einwohnern, kleinster Niederhofen mit 1.116 (Stand November 2025). Einen eigenen Bahnhalt hat nur Stetten; nach Massenbach fahren die Busse 671 und 677, nach Niederhofen die 672, jeweils nur montags bis freitags.
Kann man das Schloss in Schwaigern besichtigen?
Nein. Im Schloss neben der Stadtkirche lebt bis heute die Familie der Grafen von Neipperg, Gebäude und Schlossgarten sind nicht öffentlich zugänglich. Von außen sieht man die Anlage beim Stadtrundgang: Sie entstand ab 1702 anstelle einer 1690 zerstörten Burg und wurde im 19. Jahrhundert um Flügelbauten und eine Schlosskapelle im Stil der Neorenaissance erweitert. Auch das Schloss im Stadtteil Massenbach ist kein Museum; es gehört einer Stiftung der Familie von Massenbach und wird als Wohn- und Bürogebäude sowie für Trauungen genutzt.
Welcher Bahnhalt liegt am nächsten an der Altstadt von Schwaigern?
Der Bahnhof. Von dort sind es rund 450 Meter zu Fuß zum Marktplatz mit Rathaus und Stadtkirche, am Bahnhof steht auch die erste Stele des Stadtmauer-Rundwegs. Hier halten die Stadtbahn S 4 und als einziger Halt der Kernstadt auch der RE 45, der Heilbronn Hauptbahnhof in 10 Minuten erreicht. Schwaigern West liegt gut anderthalb Kilometer vom Rathaus entfernt, Schwaigern Ost ist der Halt für den Leintalzoo.
Wo ist der Barbara-Altar von Jörg Ratgeb zu sehen?
In der evangelischen Johanneskirche mitten in Schwaigern, direkt neben dem Schloss. Die Mitteltafel des Altars von 1510 erzählt das Leben und Martyrium der heiligen Barbara in mehreren Szenen, die Flügel zeigen Christus mit Maria Magdalena und die Bekehrung des Paulus, die Außenseiten den Abschied der Apostel. Am unteren Rahmen stehen Ratgebs Zeichen und die Jahreszahl. Führungen durch die Kirche vermittelt das evangelische Pfarramt für Gruppen von 10 bis 35 Personen, ganzjährig außer donnerstags.
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