Das Kassenhaus mit der Aufschrift „Tierpark im Leintal“ und daneben das grüne Eingangstor des Leintalzoos, dahinter hohe Bäume, im Vordergrund der geschotterte Vorplatz.
Familie

Leintalzoo Schwaigern

Schwaigern

Bildnachweis

Joachim Köhler, CC BY-SA 3.0, Ausschnitt

Über dieses Ziel

Mehr als 30 Schimpansen, dazu Gibbons, Mandrills, Ziegen zum Füttern und ein großer Spielplatz: ein kleiner, naturnaher Familienzoo im Leintal zwischen Schwaigern und Leingarten.

Was dich erwartet

Der Leintalzoo liegt östlich der Kernstadt von Schwaigern an der Freudenmühle, fast an der Grenze zu Leingarten. Er ist ein privater Tierpark, geführt von der Familie Gessmann und ohne staatliche Zuschüsse. Spenden sammelt ein Förderverein, dazu kommen Tierpatenschaften. Seine Anfänge liegen in den 1970er Jahren in Ludwigsburg, wo verwaiste Menschenaffen aus Afrika unterkamen. Als weitere abgegebene Tiere dazukamen, fand sich in Schwaigern ein neues Gelände, 1980 eröffnete dort der Tierpark. Bis heute versteht sich der Zoo als Ort, an dem aufgenommene Tiere dauerhaft bleiben können, auch wenn sie viel Pflege brauchen.

Die Hauptrolle spielen die Affen. Die Schimpansengruppe zählt mehr als 30 Tiere, vom Jungtier bis zum betagten Schimpansen. Dazu kommen Weißhandgibbons, Kapuzineraffen und Mandrills. Außerdem leben hier Waschbären, Emus, mehrere Arten von Wasser- und Landschildkröten und viele Vögel: Graupapageien, Amazonen und Aras, Wellen- und Nymphensittiche, Rote Ibisse und der Lachende Hans, ein australischer Verwandter des Eisvogels. Pfauen laufen frei über die Wege (Tierbestand Stand 25.09.2026).

Kinder zieht es in den Haustierbereich mit Zwergziegen, Schafen, Schweinen, Pferden und Ponys, Kaninchen und Meerschweinchen. Ziegen, Schafe und Ponys dürfen gestreichelt und mit Futter von der Kasse gefüttert werden. Der große Erlebnisspielplatz mit Rutschen, Seilbahn, Klettergerüst und Wasserpumpen liegt am Bistro, von dessen Terrasse man ihn überblickt. Dahinter beginnt ein Naturlehrpfad.

Mit rund drei Hektar ist das Gelände überschaubar, vom Eingang bis zum Bistro sind es etwa 300 Meter. Angelegt ist es bewusst naturnah: Zwischen den Gehegen liegen Teiche, alte Bäume und eine Streuobstwiese, in denen sich auch heimische Tiere wie Libellen und Frösche ansiedeln.

Besuch planen

Der Zoo hat an jedem Tag des Jahres geöffnet, auch an Sonn- und Feiertagen. In der Sommerzeit gelten 10 bis 18 Uhr, in der Winterzeit 10 bis 16 Uhr. Gewechselt wird mit der Zeitumstellung, 2026 also am 25. Oktober und 2027 wieder am 28. März. Verlassen muss man den Park bei Sonnenuntergang, spätestens um 19 Uhr (Stand 25.09.2026).

Eine Tageskarte kostet für Erwachsene ab 16 Jahren 8,95 €, für Kinder von 3 bis 15 Jahren 6,95 €. Ermäßigt zahlen Erwachsene 7,95 €, etwa Rentner, Schüler, Studierende und schwerbehinderte Erwachsene mit einem Grad der Behinderung unter 80, jeweils mit Ausweis, dazu Erwachsene mit Landesfamilienpass. Ermäßigte Kinder zahlen 5,95 €, ebenso Begleitpersonen mit Merkzeichen B und Erwachsene ab einem Grad der Behinderung von 80. Dieselben ermäßigten Preise gelten für Gruppen. Die Kleingruppenkarte für zwei Erwachsene und bis zu vier Kinder kostet 29,95 € und lohnt sich ab zwei Kindern: Einzeln zahlt eine Familie mit zwei Kindern 31,80 €, mit drei Kindern 38,75 € (Stand 25.09.2026).

An der Kasse zahlt man bar oder mit EC-Karte, Kreditkarten werden nicht angenommen. Wer anders zahlen möchte, kauft vorab im Online-Ticketshop des Zoos. Online-Tickets gelten 365 Tage ab Kauf und sind an keinen Besuchstag gebunden, am Eingang wird der QR-Code gescannt. Jahreskarten kosten 42 € für Erwachsene, 75 € für zwei Erwachsene, 65 € für einen Erwachsenen mit einem Kind, 85 € mit zwei Kindern und 120 € für zwei Erwachsene mit den eingetragenen Kindern. Sie gelten nur für die mit Vornamen eingetragenen Personen; online gibt es dafür nur einen Gutschein, den die Kasse gegen die Karte tauscht. Für eine erwachsene Person rechnet sich die Karte ab dem fünften Besuch, für eine Familie mit zwei Kindern gegenüber der Kleingruppenkarte ebenso.

Feste Punkte im Tagesablauf sind die Fütterungen. Die Schimpansen bekommen täglich um 10.30, 12.30, 15 und 17 Uhr ihr Futter, im Winter ist die letzte Fütterung um 16 Uhr. Die Waschbären werden um 11 und 15.30 Uhr gefüttert, außer während ihrer Winterruhe (Stand 26.06.2026). Die Pflegerinnen und Pfleger kommentieren dabei und nehmen Fragen an. Wer gegen Mittag kommt, erlebt die Schimpansen um 12.30 und 15 Uhr und hat dazwischen Zeit für Haustiere, Spielplatz und Einkehr. Für einen Rundgang mit einer Fütterung reichen gut zwei Stunden, mit Kindern am Spielplatz werden es eher drei.

Hunde dürfen an der Leine mit, Hinterlassenschaften sind von den Wegen zu entfernen. Gefüttert werden darf nur im Haustierbereich und nur mit dem Futter, das es für 1 € an der Kasse gibt; bei den Affen ist Füttern verboten, mitgebrachtes Futter ebenso. Alle Bereiche sind für Rollstuhlfahrer zugänglich, eine barrierefreie Toilette gibt es im Bistro. Damit kommt man auch mit dem Kinderwagen durch den Park.

Das Bistro Affenstark bietet Pommes, Hotdogs und Churros, hausgemachte thailändische Gerichte wie Pad Thai und Currys sowie italienisches Eis, dazu einen Kiosk mit Getränken und Snacks. Wann das Bistro geöffnet hat, erfragst du am besten direkt dort; bei schlechtem Wetter kann es abweichen. Tische reserviert man direkt beim Bistro.

Gruppen und Schulklassen buchen per E-Mail Führungen ab 75 € oder eine Rallye ab 15 €, jeweils zuzüglich Eintritt. Für Kindergeburtstage gibt es drei Programme für Kinder ab sechs oder ab zehn Jahren, Wochenendtermine sind früh vergeben.

Im Sommer

Der August fällt komplett in die Sommerferien in Baden-Württemberg, 2027 dauern sie vom 29. Juli bis 11. September. In den Sommerferien der vergangenen Jahre hat der Zoo eigene Programme angeboten. 2024 gab es Tierführungen, eine Zoorallye und einen Spieleparcours mit Wasserspielstation, Hüpfburg und Elektroautos. 2025 lief zum 45-jährigen Bestehen bis zum 10. August ein Jubiläumsprogramm mit täglichen Tierpflegergesprächen, Affen- und Zooführungen und einer Schimpansenbeobachtung mit einer Biologin, jeweils für 5 € zusätzlich zum Eintritt.

Ob und wann 2027 wieder ein Ferienprogramm stattfindet, kündigt der Zoo unter Veranstaltungen und Aktuelles an. An heißen Tagen spenden die alten Bäume viel Schatten, und bis 18 Uhr bleibt nach einem späten Start genug Zeit für zwei Fütterungen.

Lage und Anreise

Der Zoo liegt im Leintal zwischen Schwaigern und Leingarten. Mit dem Auto fährt man über die B 293 zwischen Heilbronn und Eppingen, dann über die K 2160 und die Kernerstraße bis zur Freudenmühle. Ab Heilbronn Hauptbahnhof sind es rund 12 Kilometer, ab Eppingen rund 16. Direkt vor dem Eingang liegt ein kostenloser Schotterparkplatz. Fürs Navi: Freudenmühle 1, 74193 Schwaigern.

Die nächste Haltestelle ist Schwaigern Ost an der Stadtbahnlinie S 4 zwischen Karlsruhe, Eppingen und Heilbronn. Zwischen Heilbronn Hauptbahnhof und Schwaigern Ost fährt sie tagsüber in beiden Richtungen alle 30 Minuten, auch am Wochenende, die Fahrt dauert eine Viertelstunde. Aus Richtung Eppingen und Karlsruhe hält die S 4 stündlich direkt in Schwaigern Ost, ab Karlsruhe Hauptbahnhof ist sie rund eineinhalb Stunden unterwegs. Schneller geht es von dort mit dem RE 45 bis Schwaigern und dem Umstieg in die S 4, zusammen gut eine Stunde. Zurück Richtung Eppingen und Karlsruhe gilt dasselbe: stündlich direkt, dazwischen mit Umstieg in Schwaigern (Stand Fahrplan 25.09.2026).

Von der Haltestelle sind es rund 850 Meter oder zehn Minuten zu Fuß. Der Weg führt rechts durch die Unterführung und über eine lange Holzbrücke, danach biegt man rechts ab und geht geradeaus bis zum Eingang. Der Radweg zwischen Schwaigern und Leingarten führt direkt am Zoo vorbei, ein Fahrradschloss gehört ins Gepäck.

Kombinieren

Die Altstadt von Schwaigern liegt rund 1,4 Kilometer westlich, zu Fuß knapp 20 Minuten. In der evangelischen Stadtkirche steht der Barbara-Altar, den der Maler Jörg Ratgeb um 1510 für den Grafen Wilhelm von Neipperg schuf. Ein Rundweg mit 17 Stelen folgt der früheren Stadtmauer, von der noch etwa 700 Meter erhalten sind. Mehr zur Stadt und ihren Stadtteilen steht auf der Seite zu Schwaigern.

Wer an einem heißen Tag noch ins Wasser möchte, fährt gut 2,5 Kilometer zum Freibad Schwaigern an der Gemminger Straße. Es hat beheizte Becken und eine 85 Meter lange Rutsche und ist von Mai bis September täglich außer mittwochs von 8 bis 20 Uhr geöffnet (Stand 25.09.2026).

Mit der S 4 ist man von Schwaigern Ost in einer Viertelstunde in Eppingen. Dort liegt der Weiherpark mit Wasserspielplatz gegenüber dem Bahnhof und kostet keinen Eintritt. Nach Osten führt der Radweg durchs Leintal weiter nach Leingarten. Weitere Ausflüge für Familien sammelt der Überblick Kraichgau mit Kindern.

Stand: 6. Oktober 2026

Häufige Fragen

Was kostet der Eintritt in den Leintalzoo?

Erwachsene ab 16 Jahren zahlen 8,95 €, Kinder von 3 bis 15 Jahren 6,95 €. Mit Ausweis ermäßigt, etwa für Rentner, Schüler, Studierende oder mit Landesfamilienpass, kosten Erwachsene 7,95 € und Kinder 5,95 €. Die Kleingruppenkarte für zwei Erwachsene und bis zu vier Kinder kostet 29,95 € und lohnt sich ab zwei Kindern. An der Kasse zahlt man bar oder mit EC-Karte, nicht mit Kreditkarte (Stand 25.09.2026).

Wann werden die Schimpansen im Leintalzoo gefüttert?

Täglich um 10.30, 12.30, 15 und 17 Uhr; im Winter ist die letzte Fütterung schon um 16 Uhr. Die Waschbären bekommen ihr Futter um 11 und 15.30 Uhr, außer während der Winterruhe. Pflegerinnen und Pfleger kommentieren die Fütterungen und beantworten Fragen (Stand 26.06.2026).

Darf man mit dem Hund in den Leintalzoo?

Ja, Hunde sind erlaubt, müssen aber an der Leine bleiben, und ihre Hinterlassenschaften sollen die Besitzer von den Wegen entfernen. Wenn du bei weiteren Regeln unsicher bist, etwa im Haustierbereich, frag vorher unter 07138 5225 nach.

Darf man die Tiere im Leintalzoo füttern?

Nur im Haustierbereich und nur mit dem Futter, das es für 1 € an der Kasse gibt. Dort dürfen Kinder Ziegen, Schafe und Ponys streicheln und füttern. Mitgebrachtes Futter ist tabu, und bei den Affen ist Füttern ganz verboten. Die Schimpansen und Waschbären erlebt man bei den kommentierten Fütterungen durch die Pflegekräfte.

Wie kommt man mit der Bahn zum Leintalzoo?

Mit der Stadtbahn S 4 bis zur Haltestelle Schwaigern Ost, von dort sind es rund 850 Meter oder zehn Minuten zu Fuß durch die Unterführung und über eine Holzbrücke. Ab Heilbronn Hauptbahnhof fährt die S 4 tagsüber alle 30 Minuten und braucht eine Viertelstunde. Aus Richtung Eppingen und Karlsruhe fährt sie stündlich direkt, ab Karlsruhe ist der RE 45 mit Umstieg in Schwaigern schneller (Stand Fahrplan 25.09.2026).

Ist der Leintalzoo mit Kinderwagen oder Rollstuhl gut zu besuchen?

Ja, alle Bereiche des Parks sind für Rollstuhlfahrer zugänglich, eine barrierefreie Toilette gibt es im Bistro Affenstark. Damit kommt man auch mit dem Kinderwagen durch den Park. Die Wege sind kurz, vom Eingang bis zum Bistro am Spielplatz sind es etwa 300 Meter. Der Parkplatz liegt direkt vor dem Eingang und ist kostenlos.

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