Große Kreisstadt · Landkreis Heilbronn

Bad Rappenau im Kraichgau

Ein Salzlager in 175 Metern Tiefe hat aus dem Ritterdorf im nordöstlichen Kraichgau eine Kurstadt gemacht: Sole für Kliniken, Freibad und Gradierwerk, dazu das Wasserschloss der Herren von Gemmingen, weite Parks und acht Stadtteile zwischen A6 und Neckar.

Mit der Bahn
RE 10b und S 42 bis Bad Rappenau, ins Kurgebiet mit der S 42 bis Bad Rappenau Kurpark
Mit dem Auto
A6, Ausfahrt 35 Bad Rappenau zwischen Fürfeld und Bonfeld, rund 6 km bis zur Stadtmitte
Im Kurgebiet
Salinenpark mit Gradierwerk, Kurpark mit Kurhaus, Saunaparadies und Sole-Freibad
Das gelbe Salinenamtsgebäude von 1823 mit Uhrtürmchen im Salinenpark von Bad Rappenau, davor das Feuerbeet mit roten und gelben Sommerblumen

74906 Bad Rappenau

Website der Gemeinde

Bild: Llez, CC BY-SA 3.0, Ausschnitt

Bad Rappenau kurz erklärt

Bad Rappenau ist eine Große Kreisstadt mit 22.728 Einwohnern (Stand 31.12.2025) im nordöstlichen Kraichgau, rund 14 Kilometer Luftlinie nordwestlich von Heilbronn. Seit 1822 hier ein Steinsalzlager erbohrt wurde, bestimmen Saline und Sole den Ort; heute ist er Heilbad mit Reha-Kliniken, einem Salinenpark mit Gradierwerk und einem Wasserschloss aus der Zeit um 1600. Zur Stadt gehören neben der Kernstadt acht Stadtteile, vom Neckarufer in Heinsheim bis zur Autobahnausfahrt bei Bonfeld.

Fakten

Status
Große Kreisstadt seit 1. Januar 2003, Stadt seit 1973, Namenszusatz „Bad“ seit 1930
Landkreis
Landkreis Heilbronn seit 1973, zuvor Landkreis Sinsheim; nach Neckarsulm und Eppingen drittgrößte Stadt des Kreises
Einwohner (31.12.2025)
22.728 (amtliche Fortschreibung der Statistischen Ämter)
Fläche
73,56 km², davon rund 96 Prozent im Naturraum Kraichgau
Postleitzahl
74906
Gliederung
Kernstadt mit dem Wohnbezirk Zimmerhof und acht Stadtteile
Höhe
Kernstadt rund 235 m ü. NN, Heinsheim am Neckar rund 100 m tiefer
Heilmittel
Natursole mit rund 27 Prozent Salzgehalt aus etwa 175 bis 180 m Tiefe
Rathaus
Kirchplatz 4, 74906 Bad Rappenau

Redaktionell geprüft am 6. Oktober 2026.

Kernstadt, Zimmerhof und acht Stadtteile

Die acht Stadtteile kamen zwischen 1971 und 1973 zu Bad Rappenau, Bonfeld am 1. November 1973 als letzter. Sie stammen aus drei Landkreisen und aus zwei Traditionen: Bonfeld und Fürfeld, lange im Besitz der Herren von Gemmingen, fielen 1806 an Württemberg, alle übrigen Orte an Baden. Deshalb gehören die evangelischen Gemeinden dieser beiden Stadtteile bis heute zur württembergischen Landeskirche. Knapp 12.000 der rund 23.000 gemeldeten Einwohner leben in der Kernstadt einschließlich Zimmerhof. Bonfeld ist mit gut 2.000 der größte Stadtteil, Wollenberg mit gut 400 der kleinste (Melderegister der Stadt, 31.12.2025). Jeder Stadtteil hat ein eigenes BürgerBüro, Fürfeld zusätzlich einen Ortschaftsrat.

  • Bad Rappenau

    Kernstadt auf der Hochfläche am Mühlbach, mit Rathaus und Stadtkirche am Kirchplatz, dem Wasserschloss im Westen und dem Kurgebiet mit Kurpark und Salinenpark im Osten

  • Zimmerhof

    Wohnbezirk der Kernstadt im Nordosten, 1950 nach einer Abstimmung von Heinsheim zu Bad Rappenau gekommen und seit den 1990er-Jahren stark gewachsen; in der Nähe liegen die Reste eines römischen Gutshofs am Römersee und das Fünfmühlental

  • Babstadt

    westlich der Kernstadt, bei der Quelle des Mühlbachs, mit einem Jugendstilschloss von 1898 und dem Barockportal des Vorgängerbaus und eigenem Halt der S 42

  • Bonfeld

    im Süden, mit gut 2.000 Einwohnern der größte Stadtteil, mit Barockschloss von 1748, dem „Wasserturm“ als Rest eines Renaissanceschlosses und dem Gewerbegebiet Buchäcker an der A6-Ausfahrt

  • Fürfeld

    im Südwesten an der B 39, mit dem spätgotischen Schloss, das Philipp von Gemmingen 1519 bis 1523 bauen ließ

  • Grombach

    im Westen an der Bahn nach Sinsheim, mit der katholischen Barockkirche St. Margaretha von 1759, einem Wasserschloss aus dem 15. Jahrhundert und Halt der S 42

  • Heinsheim

    einziger Stadtteil am Neckar, unter der Burgruine Ehrenberg, mit Bergkirche und einem jüdischen Friedhof aus vier Jahrhunderten

  • Obergimpern

    im Nordwesten am Krebsbach, der auf der Gemarkung entspringt, mit dem Schloss der Grafen von Yrsch von 1792

  • Treschklingen

    im Südwesten, mit einer evangelischen Kirche von 1582 und einem Herrenhaus von 1802 inmitten eines landwirtschaftlichen Betriebs

  • Wollenberg

    im Nordwesten, mit 209 Hektar die kleinste Gemarkung der Stadt, 792 im Lorscher Codex erwähnt; Ende Juli findet hier der Jakobimarkt statt, dessen Marktrecht ins Mittelalter zurückreicht

Lage und Anreise

Bad Rappenau liegt auf der Hochfläche im nordöstlichen Kraichgau, dort, wo das Hügelland zum Neckar hin abfällt. Rund 96 Prozent des Stadtgebiets gehören zum Naturraum Kraichgau, der Rest zum Neckarbecken. Die Kernstadt liegt auf etwa 235 Metern, Heinsheim unten am Fluss rund 100 Meter tiefer. Den höchsten Punkt mit knapp über 300 Metern erreicht die Gemarkung im Gärtnerswald zwischen Obergimpern und Wollenberg. Löss bedeckt den größten Teil der Flur, dazwischen liegen Waldinseln wie der Einsiedelwald am Ostrand des Kurgebiets.

Der Mühlbach ist die Achse der Kernstadt. Er entspringt bei Babstadt, fließt im Ort meist verdolt, speist den See im Kurpark und läuft dann durch das Fünfmühlental hinunter zum Neckar. Entlang seines Laufs reihen sich die Grünanlagen: der Schlosspark am Wasserschloss im Westen, der Kurpark im Osten und südlich der Bahnlinie der Salinenpark, zusammen rund 29 Hektar. Eine Brücke mit doppelter Wendeltreppe führt über die Gleise vom Kurpark in den Salinenpark. Die Parks wurden für die Landesgartenschau 2008 neu gestaltet, seitdem wirbt die Stadt als „Bad im Blütenmeer“.

Den Aufstieg verdankt der Ort dem Salz. 1822 stieß Salineninspektor Rosentritt am Rand des Einsiedelwalds in rund 175 Metern Tiefe auf ein Steinsalzlager, ein Jahr später entstand auf dem Schwärzberg die staatliche badische Saline. 1834 eröffnete ein Aktienverein das Sophienbad und nutzte die Sole für Kuren, 1930 bekam Rappenau den Zusatz „Bad“. Siedesalz wurde bis Anfang der 1970er-Jahre gewonnen, seither wird die Sole nur noch für Gesundheit und Erholung gefördert. Im Salinenpark erinnern das Salinenamtsgebäude von 1823, mehrere Bohrhäuser, ein fahrbarer Bohrturm von 1905 und ein Tretrad an diese Zeit; in dem Rad bewegten Salinenarbeiter von 1822 bis 1928 das schwere Bohrgestänge.

Vor der Saline war Rappenau ein Reichsritterdorf. 1592 ging der Ort von den Herren von Helmstatt an Reinhard von Gemmingen, im 17. Jahrhundert waren zwei seiner Nachfolger Direktoren des Ritterkantons Kraichgau. 1806 kam Rappenau an Baden, ab 1939 gehörte es zum Landkreis Sinsheim, seit der Kreisreform 1973 zum Landkreis Heilbronn. Nach Westen verbindet heute vor allem die Bahn: Die Stadtbahn S 42 endet in Sinsheim, der RE 10b fährt weiter nach Heidelberg und Mannheim. Die Nachbarstadt Bad Wimpfen im Osten liegt nur vier Kilometer entfernt, ein ausgeschilderter Sole-Rundwanderweg führt von dort durch den Einsiedelwald zum Gradierwerk.

  • Auto: Auf der A6 zwischen Mannheim und Heilbronn führt die Ausfahrt 35 Bad Rappenau, zwischen Fürfeld und Bonfeld gelegen, in rund sechs Kilometern in die Stadtmitte; zum Kurgebiet weist die Beschilderung „Kureinrichtungen“. Aus Stuttgart oder Würzburg geht es über das Weinsberger Kreuz auf die A6 Richtung Mannheim. Durch Fürfeld führt außerdem die B 39.
  • Regionalexpress: Der RE 10b zwischen Mannheim und Heilbronn hält alle zwei Stunden am Bahnhof Bad Rappenau in der Bahnhofstraße. Bis Sinsheim Museum/Arena braucht er 10 Minuten, bis Sinsheim (Elsenz) Hbf 16, bis Heidelberg Hbf gut 40 und bis Mannheim Hbf knapp 60 Minuten. In der Gegenrichtung ist er über Bad Wimpfen in 22 Minuten am Heilbronner Hauptbahnhof.
  • Stadtbahn S 42: Sie fährt von Sinsheim (Elsenz) Hbf über Grombach, Babstadt, den Bahnhof und den Halt Kurpark weiter über Bad Wimpfen, Bad Friedrichshall und Neckarsulm bis Heilbronn Hbf/Willy-Brandt-Platz. Richtung Heilbronn fährt sie montags bis freitags tagsüber zweimal pro Stunde und am Wochenende tagsüber mindestens stündlich, Richtung Sinsheim jeden Tag stündlich. Bis Sinsheim sind es knapp 20 Minuten, bis zum Heilbronner Hauptbahnhof gut 40.
  • S 7 und Halte: Montags bis freitags fahren einzelne Züge der S 7 ohne Umstieg über Sinsheim und Neckargemünd nach Heidelberg Hbf. Am Halt Bad Rappenau Kurpark an der Schillerstraße hält nur die S 42, der RE 10b bedient in der Kernstadt nur den Bahnhof.
  • Bus: Vom Busbahnhof am Bahnhof fahren Linien in die Stadtteile, etwa die 684 über Zimmerhof und Heinsheim nach Bad Wimpfen, die 685 als Querverbindung durch die Stadtteile im Süden und Westen und die 681 nach Obergimpern. Die Abfahrten stehen in der Fahrplanauskunft.
  • Rad: Der rund 38 Kilometer lange Salz-und-Sole-Radweg ist eine ausgeschilderte Rundstrecke zu beiden Seiten des Neckars, mit 16 Tafeln zur Salzgewinnung, vorbei an Wasserschloss, Gradierwerk und Salinenpark. In Heinsheim führt der Neckartal-Radweg am Fluss entlang.

Freizeit

  • Gradierwerk im Salinenpark

    An der rund 30 Meter langen und mehr als acht Meter hohen Wand rieselt Sole über etwa 5.500 Bündel Schlehenreisig und reichert die Luft mit Salz an. Das Gradierwerk entstand zur Landesgartenschau 2008, kostet keinen Eintritt, und die Sole läuft in der Regel ab 8 Uhr bis zur Dämmerung. Gleich daneben stehen die historischen Bohrhäuser mit Tretrad und Bohrturm; im Bohrhausmagazin zeigt der Heimat- und Museumsverein von April bis Oktober samstags von 15 bis 17 Uhr eine Ausstellung zu Salz und Sole.

    Mehr zum Gradierwerk
  • Wasserschloss

    Eberhard von Gemmingen ließ das Schloss ab 1601 an der Stelle einer älteren Burg errichten, mit zwei Ecktürmen, Treppenturm und Renaissanceportal. Seit 1956 gehört es der Stadt, die den zugeschütteten Schlosssee teilweise wiederherstellte. Innen ist es nur bei Ausstellungen, Konzerten und Vorträgen der Reihe „Kunst und Kultur im Schloss“ zugänglich; rundherum liegt der Schlosspark mit Kneippanlage. Vom Bahnhof sind es gut 400 Meter zu Fuß bis zum Portal.

    Mehr zum Wasserschloss
  • BikiniARTmuseum

    Museum zur Geschichte der Bademode im Gewerbegebiet Buchäcker bei Bonfeld, rund einen Kilometer von der A6-Ausfahrt 35. Die Ausstellung führt durch die Entwicklung der Badekleidung, ein Schwerpunkt ist der Bikini, den Louis Réard am 5. Juli 1946 vorstellte. Geöffnet ist donnerstags bis sonntags von 11 bis 19 Uhr.

    Mehr zum BikiniARTmuseum
  • Kurpark und Salinenpark

    Der Kurpark zieht sich im Mühlbachtal bis zum See am Kurhaus, im Park liegt auch ein Discgolf-Parcours. Südlich der Bahn schließt der Salinenpark an, mit Lavendel-Labyrinth, Barfußpfad, Spielplätzen und dem Zeitwald mit Wildgehege. Vom Halt Kurpark sind beide Parks in wenigen Minuten erreicht.

  • Museum im Forum Fränkischer Hof

    Das städtische Museum in einem Anwesen von 1842 an der Heinsheimer Straße zeigt Bohrgeräte und hölzerne Soleleitungen aus den Anfangsjahren der Saline, Stücke zur Bädergeschichte und Funde aus der Vor- und Frühgeschichte, darunter aus den römischen Gutshöfen der Gemarkung. Geöffnet samstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr, der Eintritt ist frei.

  • Heinsheim am Neckar

    Über dem Stadtteil steht die Ruine der Burg Ehrenberg mit ihrem rund 50 Meter hohen Bergfried; die Anlage ist in Privatbesitz und nur von außen zu sehen. Welche Burgen man besichtigen kann, zeigt Burgen und Schlösser im Kraichgau. 121 Stufen führen vom Ort zur Bergkirche am Neckarsteig, die schon im 10. Jahrhundert erwähnt wird und Grabdenkmäler der Herren von Ehrenberg birgt. Am Waldrand außerhalb des Orts liegt ein jüdischer Friedhof mit mehr als 1.100 Grabsteinen aus der Zeit vom 16. Jahrhundert bis 1937.

Veranstaltungen

Kerwen

Kerwe im Kraichgau: alle Termine

Weihnachtsmärkte

Weihnachtsmärkte im Kraichgau: alle Termine

Alltag

Rathaus und BürgerBüro sind im Neuen Rathaus am Kirchplatz 4 untergebracht, gleich neben der evangelischen Stadtkirche. Das BürgerBüro hat montags bis mittwochs von 8 bis 16 Uhr, donnerstags bis 18 Uhr, freitags bis 12 Uhr und auch samstags von 9 bis 12 Uhr geöffnet. Vor dem Rathaus ist mittwochs und samstags von 8 bis etwa 13 Uhr Wochenmarkt. Die Gäste-Information in der Kirchenstraße 13 vermittelt Unterkünfte und Stadtführungen, verkauft Karten für Veranstaltungen im Kurhaus und hat Rad- und Wanderkarten.

Das Kurgebiet am östlichen Ortsrand prägen die Reha-Kliniken, die mit der Sole unter anderem Atemwegs-, Haut- und rheumatische Erkrankungen behandeln. An der Salinenstraße liegt das RappSoDie. Sein Solehallenbad wird seit Herbst 2025 abgerissen und neu gebaut; geöffnet bleiben das Saunaparadies und im Sommer das Sole-Wellen-Freibad (Stand 06.10.2026). Wohnmobile stehen in der Weinbrennerstraße direkt am Salinenpark: 24 Plätze für 19 Euro pro Fahrzeug und Nacht, Kurtaxe inklusive. Für Autos liegt daneben der gebührenfreie Parkplatz P1; in der Stadtmitte parkt man am Parkplatz Stadtmitte/Rathaus gebührenfrei mit Parkscheibe.

Weiterführende Schule ist die Verbundschule mit Gemeinschaftsschule und Realschule. Ein Gymnasium hat die Stadt nicht, viele Jugendliche fahren zum Hohenstaufen-Gymnasium ins benachbarte Bad Wimpfen. Grundschulen gibt es in der Kernstadt, in Zimmerhof und in fast allen Stadtteilen; Babstadt und Treschklingen teilen sich die Theodor-Heuss-Grundschule.

  • BürgerBüro: Kirchplatz 4, auch samstags von 9 bis 12 Uhr
  • Gäste-Information: Kirchenstraße 13, montags bis freitags 9 bis 17 Uhr, donnerstags bis 18 Uhr, samstags 9 bis 12 Uhr
  • Wochenmarkt: mittwochs und samstags 8 bis etwa 13 Uhr vor dem Rathaus
  • Kurtaxe: 2,90 Euro in der Kernstadt, 1,45 Euro in Zimmerhof und den Stadtteilen, pro Person und Tag, Tagesgäste frei
  • Bahnhof Bad Rappenau: Bahnhofstraße 5, Halt von RE 10b und S 42, Busbahnhof nebenan
  • Parken am Salinenpark und Gradierwerk: P1 Weinbrennerstraße, gebührenfrei
  • Museum im Forum Fränkischer Hof: Heinsheimer Straße 16, samstags und sonntags 14 bis 17 Uhr, Eintritt frei

Häufige Fragen

Welche Teilorte gehören zu Bad Rappenau?

Neben der Kernstadt mit dem Wohnbezirk Zimmerhof sind es acht Stadtteile: Babstadt, Bonfeld, Fürfeld, Grombach, Heinsheim, Obergimpern, Treschklingen und Wollenberg. Sie wurden zwischen 1971 und 1973 eingemeindet, Zimmerhof kam schon 1950 nach einer Abstimmung von Heinsheim zur Kernstadt. Dazu gehören einzelne Höfe und Mühlen, etwa der Eichhäuser Hof bei Bonfeld, der Hof Wagenbach bei Obergimpern und die Mühlen im Fünfmühlental.

Wie komme ich von Neckarsulm nach Bad Rappenau?

Ohne Umstieg mit der Stadtbahn S 42 oder dem RE 10b. Die S 42 braucht vom Bahnhof Neckarsulm 22 bis 25 Minuten und fährt montags bis freitags tagsüber zweimal pro Stunde, samstags seltener, der RE 10b schafft die Strecke alle zwei Stunden in 16 Minuten. Wenn du ins Kurgebiet willst, steigst du aus der S 42 schon am Halt Kurpark aus, eine Station vor dem Bahnhof. Mit dem Auto sind es rund 20 Kilometer.

Steige ich am Bahnhof oder am Halt Kurpark aus?

Das hängt vom Ziel ab. Für Rathaus, Innenstadt, Museum und Wasserschloss ist der Bahnhof richtig: Zum Rathaus sind es rund 300 Meter, zum Portal des Wasserschlosses gut 400. Für Kurpark, Kurhaus, Salinenpark und Gradierwerk liegt der Halt Kurpark günstiger, von dort sind es gut 500 Meter bis zum Gradierwerk, vom Bahnhof dagegen über einen Kilometer. Am Kurpark hält allerdings nur die S 42, nicht der RE 10b.

Wird in Bad Rappenau noch Salz gewonnen?

Nicht mehr in kristalliner Form. Die Saline hat Anfang der 1970er-Jahre nach rund 150 Jahren die Siedesalzproduktion eingestellt; Steinsalz wird in der Nachbarschaft heute in Heilbronn und Bad Friedrichshall abgebaut. In Bad Rappenau wird weiterhin Sole aus dem Salzlager gefördert, als Heilmittel für Kliniken und Therapiezentrum, für das Sole-Freibad und für das Gradierwerk. Wie die Förderung früher funktionierte, zeigen das Museum und die Bohrhäuser im Salinenpark.

Wie hoch ist die Kurtaxe in Bad Rappenau?

Das hängt von der Lage der Unterkunft ab. In der Kernstadt ohne Zimmerhof sind es 2,90 Euro pro Person und Tag, in Zimmerhof und den acht Stadtteilen 1,45 Euro; An- und Abreisetag zählen zusammen als ein Tag. Tagesgäste zahlen keine Kurtaxe, Kinder in Begleitung von Familienangehörigen sind bis zum 18. Geburtstag befreit. Mit der Kurkarte gibt es unter anderem ermäßigten Eintritt ins RappSoDie und Vergünstigungen in Bad Wimpfen.

Weiterführende Themen

Quellen