Große Kreisstadt · Landkreis Karlsruhe
Bretten im Kraichgau
Die Melanchthonstadt liegt dort, wo Salzach und Weißach zum Saalbach zusammenfließen: eine Altstadt mit dreieckigem Marktplatz und zwei Wehrtürmen, ringsum neun Dörfer im Hügelland und ein Bahnknoten, an dem sich die Strecken von Karlsruhe nach Heilbronn und von Bruchsal nach Mühlacker kreuzen.
- Mit der Bahn
- S 4 und RE 45 nach Karlsruhe und Heilbronn, RB 71 nach Bruchsal und Mühlacker; zur Altstadt bis Stadtmitte
- Mit dem Auto
- A5, Ausfahrt 42 Bruchsal, dann rund 20 km über die B 35; A8, Ausfahrt 44 Pforzheim-Nord, dann B 294
- In der Altstadt
- Marktplatz mit Melanchthonhaus, dazu Pfeiferturm, Simmelturm und Schweizer Hof in wenigen Gehminuten

75015 Bretten
Website der GemeindeBild: © Roman Eisele, CC BY-SA 4.0, Ausschnitt
Bretten kurz erklärt
Bretten ist eine Große Kreisstadt mit 30.312 Einwohnern (Stand 31.12.2025) im westlichen Kraichgau, gut 20 Kilometer Luftlinie nordöstlich von Karlsruhe und rund 16 Kilometer nördlich von Pforzheim. Philipp Melanchthon wurde 1497 am Marktplatz geboren; an der Stelle seines Geburtshauses steht heute das Melanchthonhaus, und Anfang Juli erinnert das Peter-und-Paul-Fest an die Belagerung von 1504. Zur Stadt gehören neben der Kernstadt neun Stadtteile, das ganze Stadtgebiet liegt im Naturraum Kraichgau.
Fakten
- Status
- Große Kreisstadt seit 1. Januar 1975, Zusatzbezeichnung „Melanchthonstadt“ seit 1. Oktober 2023
- Landkreis
- Landkreis Karlsruhe, nach Bruchsal und Ettlingen drittgrößte Stadt des Kreises; Verwaltungsgemeinschaft mit Gondelsheim
- Einwohner (31.12.2025)
- 30.312 (amtliche Fortschreibung der Statistischen Ämter)
- Fläche
- 71,10 km², vollständig im Naturraum Kraichgau
- Postleitzahl
- 75015 für alle Stadtteile; Telefonvorwahl 07252, in Bauerbach 07258
- Gliederung
- Kernstadt und 9 Stadtteile
- Höhenlage
- Marktplatz 177 m, Bahnhof rund 170 m, höchster Punkt knapp 300 m beim Rotenbergerhof über Ruit
- Erste Erwähnung
- 767 im Lorscher Codex, um die Mitte des 13. Jahrhunderts Stadt
- Rathaus
- Untere Kirchgasse 9, 75015 Bretten
Redaktionell geprüft am 6. Oktober 2026.
Kernstadt und neun Stadtteile
Die neun Stadtteile kamen zwischen 1971 und 1975 zu Bretten, zuerst Rinklingen, zuletzt Diedelsheim und Gölshausen. Mit ihnen stieg die Einwohnerzahl über 20.000, und die Stadt wurde am 1. Januar 1975 Große Kreisstadt. Jeder Stadtteil hat einen Ortschaftsrat und eine Ortsverwaltung. Die Dörfer stammen aus vier Herrschaften: Drei gehörten bis 1802/03 zum Hochstift Speyer und sind bis heute überwiegend katholisch, drei waren wie die Stadt kurpfälzisch, zwei schon vor 1803 badisch, und Ruit war bis 1810 württembergisch. Die Einwohnerzahlen je Stadtteil sind gerundet und haben den Stand 31.05.2026; zusammen zählt die Stadt 30.680 Einwohner und damit mehr als die amtliche Zahl.
Kernstadt
Altstadt am Zusammenfluss von Salzach und Weißach mit Marktplatz, Stiftskirche und den Türmen der Stadtbefestigung, dazu Wohngebiete wie Hausertal, Rechberg und Wanne und im Süden der Wohnplatz Salzhofen mit dem Tierpark; rund 15.400 Einwohner und sechs Bahnhalte
Bauerbach
im Nordosten an der Kraichgaubahn Richtung Eppingen, rund 1.300 Einwohner, seit 1972 bei Bretten; früher speyerisch, mit Rathaus von 1585, der Pfarrkirche St. Peter von 1792 und dem Gebäude der früheren Synagoge; Halt der S 4 und als einziger Stadtteil eigene Vorwahl
Büchig
nördlich der Kernstadt auf bewegtem Gelände, rund 1.500 Einwohner, seit 1974 bei Bretten; früher speyerisch, heute Wohnort mit dörflichem Kern, Gedichteweg und einem Abschnitt des Europäischen Fernwanderwegs vom Nordkap nach Sizilien; kein Bahnhalt, Bus 161
Diedelsheim
im Westen am Saalbach, mit knapp 4.000 Einwohnern größter Stadtteil, seit 1975 bei Bretten; wie Bretten 767 im Lorscher Codex erwähnt, an der Schwandorfstraße, Ecke Mühlgasse, stehen noch die Häuser des früheren Schlosses der Kechler von Schwandorf; Halt der RB 71 Richtung Bruchsal, Bus 163
Dürrenbüchig
kleines Dorf im Westen an der B 293, rund 580 Einwohner, seit 1. Juni 1972 bei Bretten; schon seit 1500 badisch, mit Streuobstwiesen und Hohlwegen am Lugenberg (265 m); Halt der S 4 Richtung Karlsruhe
Gölshausen
im Nordosten an der Kraichgaubahn, rund 2.100 Einwohner, seit 1975 bei Bretten; mit dem größten Industriegebiet der Stadt und seit 2024 drei Wanderwegen rund um den Ort, der längste 8,4 Kilometer; Halte Gölshausen und Gölshausen Industrie an der S 4, am Bahnhof Gölshausen hält auch der RE 45
Neibsheim
im Norden an der Grenze zu Gondelsheim, rund 1.800 Einwohner; kam am 1. März 1972 aus dem Landkreis Bruchsal zu Bretten, bis 1802 speyerisch, mit der Kapelle auf dem Adelberg von 1738 und der Antoniuskapelle im Michental von 1845; kein Bahnhalt, Bus 161
Rinklingen
im Westen südlich von Diedelsheim, rund 2.200 Einwohner, 1971 als erster Ort eingemeindet; früher kurpfälzisch, mit Kirche von 1783 und Gewerbe im Brückenfeld; Halt der S 4 Richtung Karlsruhe, Bus 162
Ruit
im Süden im Salzachtal, rund 1.450 Einwohner, seit 1973 bei Bretten; als Dorf des Klosters Maulbronn bis 1810 württembergisch, einziger Stadtteil im Naturpark Stromberg-Heuchelberg und mit dem Rotenbergerhof höchster Punkt der Stadt; Halt Bretten-Ruit der RB 71 nach Mühlacker, Bus 164
Sprantal
kleinster Stadtteil im Südwesten, rund 440 Einwohner, seit 1973 bei Bretten; seit 1771 badisch, von Wald und Streuobstwiesen umgeben, mit Kirche St. Wolfgang und Radweg zum Aalkistensee; kein Bahnhalt, Bus 733 zwischen Bretten und Pforzheim
Lage und Anreise
Bretten liegt im Brettener Hügelland, einem Teil des Kraichgaus mit mächtiger Lössdecke über Muschelkalk. In der Kernstadt fließen die Salzach von Süden und die Weißach von Osten zum Saalbach zusammen, der nach Nordwesten durch Diedelsheim Richtung Bruchsal abfließt und bei Philippsburg in den Rhein mündet. Die Altstadt liegt auf etwa 170 bis 177 Metern an einem nach Süden geneigten Hang über dieser Talmulde. Nach Süden steigt das Gelände zur Bauschlotter Platte an, wo unter Wald Dolinen und Schlucklöcher vom verkarsteten Kalk zeugen; beim Rotenbergerhof über Ruit erreicht die Gemarkung knapp 300 Meter.
Die Lage an Fernwegen hat die Stadt geprägt. Durch das Saalbachtal führt seit dem Mittelalter der südliche Weg quer durch den Kraichgau, heute mit der B 35 und der Bahn Richtung Stuttgart. 1853 erreichte die Eisenbahn von Bruchsal Bretten, 1879 kam die Kraichgaubahn von Karlsruhe nach Heilbronn dazu, seitdem ist der Bahnhof ein Knoten. Der Handel an diesen Straßen machte den Markt reich, dessen dreieckiger Grundriss seit dem hohen Mittelalter kaum verändert ist. Von der Mitte des 14. Jahrhunderts bis 1803 gehörte die Stadt zur Kurpfalz und war Sitz eines Oberamts, danach eines badischen Amts, das 1936 aufgelöst wurde.
Zwei Ereignisse prägen die Erinnerung. 1504 belagerten Truppen Herzog Ulrichs von Württemberg die Stadt vergeblich; der erfolgreiche Ausfall der Belagerten um den Peter-und-Paul-Tag (29. Juni) ist der Kern des Peter-und-Paul-Fests. Es findet jedes Jahr am ersten Juliwochenende von Freitag bis Montag in der Innenstadt statt, mit rund 50 historischen Gruppen und einem Festzug am Sonntag, und steht seit 2014 im bundesweiten Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes. 1689 brannten französische Truppen im Pfälzischen Erbfolgekrieg die Stadt nieder. Nur wenige Häuser überstanden den Brand, viele Fachwerkbauten der Altstadt entstanden beim Wiederaufbau danach.
Melanchthon ist bis heute überall in der Stadt präsent. Der Reformator, eigentlich Philipp Schwartzerdt, kam am 16. Februar 1497 im Haus seines Großvaters am Marktplatz zur Welt, erlebte als Siebenjähriger die Belagerung und lehrte später an Luthers Seite in Wittenberg. Ein Denkmal von 1860 steht auf dem Kirchplatz, die Stadt vergibt alle drei Jahre einen internationalen Melanchthonpreis, und seit Oktober 2023 darf sie den Namenszusatz Melanchthonstadt auch auf den Ortstafeln führen.
- Auto: Von der A5 führt die B 35 ab der Ausfahrt 42 Bruchsal in rund 20 Kilometern nach Bretten, von der A8 die B 294 ab der Ausfahrt 44 Pforzheim-Nord in rund 17 Kilometern. Aus Karlsruhe kommt die B 293 über Walzbachtal und führt weiter Richtung Heilbronn. Ein Parkleitsystem weist zu den Parkhäusern und Parkplätzen rund um die Altstadt; Park-and-ride-Plätze liegen am Bahnhof in der Bahnhofstraße und in der Rinklinger Straße.
- Stadtbahn S 4: Richtung Karlsruhe fährt sie tagsüber zweimal pro Stunde und erreicht den Karlsruher Marktplatz vom Bahnhof Bretten in 34 Minuten. Richtung Heilbronn fährt sie stündlich, bis Eppingen knapp eine halbe Stunde und bis Heilbronn Hauptbahnhof gut eine Stunde, dazu tagsüber stündlich eine Fahrt bis Flehingen. In der Kernstadt hält sie am Bahnhof, an Stadtmitte, Wannenweg, Schulzentrum und Kupferhälde (Stand Fahrplan 06.10.2026).
- RE 45: Schneller geht es mit dem Regionalexpress zwischen Karlsruhe und Heilbronn, der stündlich fährt: 25 Minuten bis Karlsruhe Hauptbahnhof, gut 20 Minuten bis Eppingen und 45 Minuten bis Heilbronn Hauptbahnhof. Er hält am Bahnhof, an Stadtmitte und in Gölshausen (Stand Fahrplan 06.10.2026).
- RB 71 und RE 71: Nach Bruchsal fährt stündlich die RB 71 über Diedelsheim in rund 20 Minuten, in der Gegenrichtung über Rechberg, Ruit und Maulbronn West in 18 Minuten nach Mühlacker mit Anschluss Richtung Pforzheim und Stuttgart. Tagsüber alle zwei Stunden fährt zusätzlich der RE 71 ohne Zwischenhalt in 12 Minuten nach Bruchsal und weiter nach Heidelberg Hauptbahnhof, das er nach 34 Minuten erreicht (Stand Fahrplan 06.10.2026). Auf älteren Plänen heißt die RB 71 noch S 9, RB 17c oder MEX 17c, der RE 71 noch RE 17b.
- Welcher Halt: Für Altstadt, Marktplatz und Melanchthonhaus ist Stadtmitte am günstigsten, rund 600 Meter zu Fuß; die RB 71 hält nahe der Altstadt am Rechberg. Vom Bahnhof, an dem alle Züge halten, ist es gut ein Kilometer zum Marktplatz.
- Bus: Der Bus 733 fährt über Sprantal in rund 45 Minuten zum ZOB in Pforzheim und hält meist am Tierpark; werktags nehmen einzelne Fahrten am späten Nachmittag den Weg über Ruit und lassen den Tierpark aus. Die Stadtbuslinien 160 bis 164 verbinden den Bahnhof mit Wohngebieten der Kernstadt und mehreren Stadtteilen, die Linie 161 fährt über Büchig und Neibsheim bis Gondelsheim (Stand Fahrplan 06.10.2026). Bretten gehört zum Karlsruher Verkehrsverbund, die Abfahrten zeigt die Fahrplanauskunft des KVV.
- Rad: Der Heidelberg-Schwarzwald-Bodensee-Radweg kommt von Bruchsal durch das Saalbachtal und führt über Neulingen Richtung Pforzheim weiter. Von der Kernstadt führt ein Rad- und Fußweg über Ruit zum Aalkistensee und nach Maulbronn.
Freizeit
Melanchthonhaus
Das Gedächtnishaus aus rotem Sandstein an der Südseite des Marktplatzes entstand von 1897 bis 1903 an der Stelle des Hauses, in dem Melanchthon geboren wurde und das beim Stadtbrand 1689 verloren ging. Innen erinnern die Gedächtnishalle und mehrere Themenräume an Leben und Werk des Reformators. Geöffnet ist von Ende Februar bis Ende November, unter der Woche nur nachmittags; im Winter bleibt das Haus geschlossen (Stand 06.10.2026).
Besuch im Melanchthonhaus planenMarktplatz mit Marktbrunnen und Altem Rathaus
Um den dreieckigen Platz reihen sich Fachwerkhäuser. In der Mitte steht der Marktbrunnen, dessen Säule die Jahreszahl 1555 trägt; die Figur darauf soll Kurfürst Friedrich II. von der Pfalz darstellen, das Original steht seit 1990 im Foyer des Rathauses. Das Alte Rathaus ragt als einziges Gebäude in den Platz. Es entstand 1787 auf den Mauern eines Vorgängers aus dem 15. Jahrhundert, die Wappen an seiner Front zeigen, zu welchen Herrschaften Bretten nacheinander gehörte.
Simmelturm
Der runde Turm bildete einst die Südostecke der Stadtbefestigung und entstand in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts; sein Name geht auf das mittelhochdeutsche „sinwel“ für rund zurück. Im oberen Bereich fallen steinerne Fratzen auf. Ehrenamtliche der Bürgerinitiative Brettener Heimat- und Denkmalpflege sicherten den Turm 2003 und 2004 und stellten den Verlauf der Stadtmauer bis zum Gerberhaus von 1585 wieder her. Besichtigen lässt er sich nur von außen, wenige Gehminuten südöstlich des Marktplatzes. Beim Peter-und-Paul-Fest gibt es am Samstagnachmittag in der Simmelturm-Arena Programm für Kinder.
Pfeiferturm
Der Wehrturm aus der Mitte des 13. Jahrhunderts schützte die Nordseite der Stadt und diente zeitweise als Gefängnis für Stadt und Oberamt. Sein letztes Dach wurde 1830 abgetragen; seit 2009 trägt er wieder eines nach dem Vorbild des Merian-Stichs von 1645. Von einer Tür am Engelsberg führt eine steile Holztreppe zur Aussichtsplattform, hinauf geht es bei Führungen der Tourist-Info (Stand 06.10.2026).
Schweizer Hof mit Stadt- und Schutzengelmuseum
Das Fachwerkhaus von 1707 steht auf den Kellergewölben eines mittelalterlichen Zehnthofs des Klosters Frauenalb und wurde von 1997 bis 2001 ehrenamtlich saniert. Das Museum der Stadt zeigt darin wechselnde Ausstellungen zur Geschichte von Stadt und Region, im selben Haus stellt das Deutsche Schutzengelmuseum Schutzengel und Schutzgeister aus mehreren Religionen und sechs Jahrhunderten aus. Geöffnet ist mittwochs von 15 bis 19 Uhr sowie samstags, sonntags und feiertags von 11 bis 17 Uhr, der Eintritt ist frei (Stand 06.10.2026).
Stiftskirche und Brettener Hundle
Die evangelische Stiftskirche wurde in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts gebaut; ihr Turm war wohl zuvor Wehrturm einer kleinen Stadtburg. Lange teilten sich Katholiken und Reformierte die Kirche, der frühere Lettner diente als Trennwand. An der Südseite schaut aus einer Nische die alte Figur des Brettener Hundles, das als Wahrzeichen der Stadt gilt; eine zweite Figur krönt den Hundlesbrunnen von 1880 in der Melanchthonstraße. Wenige Schritte entfernt steht die Kreuzkirche, 1687 für die Lutheraner gebaut, nach dem Stadtbrand wiederaufgebaut und innen ländlich-barock ausgestattet.
Tierpark am Salzhofen
Im Süden der Kernstadt laufen viele Tiere frei zwischen den Besuchern und dürfen gefüttert und gestreichelt werden; Hunde sind nicht erlaubt. Geöffnet ist vom 1. März bis 2. November montags und donnerstags bis sonntags von 9 bis 18 Uhr, in den Schulferien und an Feiertagen täglich, bezahlt wird nur bar (Stand 06.10.2026). Gegenüber liegt ein Kletterwald. Am Parkplatz beginnen drei Rundwanderungen, die unter anderem durch das Salzachtal bei Ruit zu einem Aussichtsturm an der früheren Grenze zwischen Baden und Württemberg führen.
Besuch im Tierpark planen
Veranstaltungen
WeihnachtsmarktDemnächstWeihnachtsmarkt Bretten mit Eisbahn
25. November bis 20. Dezember 2026; Kunsthandwerkermarkt 4. bis 6. und 11. bis 13. Dezember. Knapp vier Wochen Glühwein, Eislaufen und Eisstockschießen vor den Fachwerkhäusern am Marktplatz, an zwei Adventswochenenden dazu Kunsthandwerk auf dem Kirchplatz. Melanchthonhaus, Pfeiferturm und Schweizer Hof liegen nur wenige Schritte entfernt.
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StadtfestDemnächstPeter-und-Paul-Fest Bretten
Freitag, 2. Juli, bis Montag, 5. Juli 2027. Vier Tage lang spielt die Brettener Altstadt die Belagerung von 1504 nach: mit Lagern und Gauklern, der Schlacht am Simmelturm und dem großen Festzug am Sonntag.
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Flohmärkte
- Flohmarkt am Hohberghausüblich einmal im Jahr am letzten Samstag im Juni, 9 bis 14 Uhr
- Kindersachen-Flohmarkt der IGKüblich zweimal im Jahr, im Frühjahr und im Herbst, samstags 11 bis 13 Uhr
Kerwen
- Bauerbacher Kerwe mit Abholung der Kerwe in Bauerbachüblich meist am Sonntag vor dem Martinstag (11. November), Umzug ab 14 Uhr
- Neibsheimer Martini-Kerwe in Neibsheimüblich meist am Wochenende vor dem Martinstag (11. November), Freitag bis Sonntag
Weihnachtsmärkte
- Gölshäuser Glühweinzauber mit Kunsthandwerkermarkt in GölshausenSa., 21. November 2026
- Brettener Weihnachtsmarkt und WinterzauberMi., 25. November bis So., 20. Dezember 2026
- Weihnachtsmarkt Dürrenbüchig in DürrenbüchigSa., 28. November 2026
- Weihnachtsmarkt in Diedelsheim in DiedelsheimSa., 5. Dezember 2026
Alltag
Das Rathaus steht seit 1982 im Süden der Altstadt in der Unteren Kirchgasse 9, das Alte Rathaus am Marktplatz ist seitdem kein Verwaltungssitz mehr. Der Bürgerservice dort hat montags und mittwochs von 8 bis 16.30 Uhr, dienstags und freitags von 8 bis 13 Uhr und donnerstags von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Termine lassen sich online buchen, ohne Termin kann es Wartezeiten geben. Dazu kommt das Technische Rathaus in der Hermann-Beuttenmüller-Straße 6, und jeder Stadtteil hat eine Ortsverwaltung, die an einem bis drei Tagen in der Woche geöffnet ist (Stand 06.10.2026).
Die Tourist-Info in der Melanchthonstraße 3, im Nachbarhaus des Melanchthonhauses, öffnet montags bis donnerstags von 9 bis 18 Uhr und freitags und samstags von 9 bis 13 Uhr. Sie vermittelt Stadtführungen, verkauft Rad- und Wanderkarten, KVV-Fahrkarten und die Lederplaketten für das Peter-und-Paul-Fest. Unter derselben Adresse sitzt Kraichgau-Stromberg Tourismus, der Tourismusverband der Region. Mittwochs und samstags ist von 8 bis 13 Uhr Wochenmarkt auf dem Marktplatz (Stand 06.10.2026).
Als Schulstandort hat Bretten zwei Gymnasien, das Melanchthon- und das Edith-Stein-Gymnasium, dazu die Max-Planck-Realschule und die Johann-Peter-Hebel-Schule als Gemeinschaftsschule; der Landkreis betreibt die beruflichen Schulen mit einem Technischen Gymnasium. Grundschulen gibt es in der Kernstadt und in den meisten Stadtteilen. Die Rechbergklinik ist das Krankenhaus der Stadt, ihr Neubau ging 2019 in Betrieb. Im Südosten der Kernstadt liegen die Badewelt mit Hallenbad, Freibad und Sauna und das Hallensportzentrum Im Grüner, wo auch vier kostenlose Stellplätze für Wohnmobile eingerichtet sind (Stand 06.10.2026).
- Bürgerservice im Rathaus, Untere Kirchgasse 9: montags und mittwochs 8 bis 16.30 Uhr, dienstags und freitags 8 bis 13 Uhr, donnerstags 8 bis 18 Uhr (Stand 06.10.2026)
- Tourist-Info, Melanchthonstraße 3: montags bis donnerstags 9 bis 18 Uhr, freitags und samstags 9 bis 13 Uhr (Stand 06.10.2026)
- Wochenmarkt: mittwochs und samstags 8 bis 13 Uhr auf dem Marktplatz (Stand 06.10.2026)
- Zur Altstadt: Halt Stadtmitte (S 4, RE 45) oder Rechberg (RB 71), vom Bahnhof gut 1 km zu Fuß
- Melanchthonhaus: Winterpause vom 1. Dezember 2026 bis 22. Februar 2027 (Stand 06.10.2026)
- Museum im Schweizer Hof: mittwochs 15 bis 19 Uhr, samstags, sonntags und feiertags 11 bis 17 Uhr, Eintritt frei (Stand 06.10.2026)
- Tierpark: Winterpause vom 3. November bis Ende Februar, nur Barzahlung, keine Hunde (Stand 06.10.2026)
- Wohnmobile: 2 Plätze am Parkplatz Seedamm, 4 am Hallensportzentrum (höchstens zwei Tage), 3 in Ruit, jeweils ohne Ver- und Entsorgung (Stand 06.10.2026)
- Peter-und-Paul-Fest am ersten Juliwochenende: Eintritt nur mit Ticket, Parkplätze in der Innenstadt knapp
- Weihnachtsmarkt mit Eisbahn auf dem Marktplatz: 25. November bis 20. Dezember 2026 (Stand 06.10.2026), Wochenmarkt in dieser Zeit voraussichtlich auf dem Parkplatz Sporgasse
Häufige Fragen
Welche Stadtteile gehören zu Bretten?
Neben der Kernstadt neun: Bauerbach, Büchig, Diedelsheim, Dürrenbüchig, Gölshausen, Neibsheim, Rinklingen, Ruit und Sprantal. Sie wurden zwischen 1971 und 1975 eingemeindet. Größter Stadtteil ist Diedelsheim mit knapp 4.000 Einwohnern, kleinster Sprantal mit gut 400. Sechs haben einen eigenen Bahnhalt: Bauerbach, Dürrenbüchig, Gölshausen und Rinklingen an der S 4, Diedelsheim und Ruit an der RB 71. Büchig, Neibsheim und Sprantal erreichst du nur mit dem Bus.
Wann ist das Peter-und-Paul-Fest in Bretten?
Jedes Jahr am ersten Wochenende im Juli, von Freitag bis Montag; 2027 vom 2. bis 5. Juli. Das Fest erinnert an den erfolgreichen Ausfall der Belagerten um den Peter-und-Paul-Tag 1504. Für das Festgelände in der Altstadt braucht man ein Tages- oder Festticket, Kinder bis sechs Jahre haben freien Eintritt (Stand 06.10.2026). Am nächsten liegt der Halt Stadtmitte. Programm, Tickets und Anreise stehen im Guide zum Peter-und-Paul-Fest.
Kann man den Simmelturm in Bretten besichtigen?
Nur von außen. Der runde Turm aus dem 14. Jahrhundert steht an der früheren Südostecke der Stadtmauer, wenige Gehminuten vom Marktplatz; Öffnungszeiten für das Innere gibt es nicht. Hinauf geht es dagegen auf den Pfeiferturm am Engelsberg, bei Führungen über die Tourist-Info (Stand 06.10.2026). Von seiner Plattform reicht der Blick über die Dächer der Altstadt.
Was ist Salzhofen in Bretten?
Ein Wohnplatz der Kernstadt im Süden, an der Straße nach Sprantal. Der Name geht auf ein Dorf an der Salzach zurück, das 1283 als Besitz des Klosters Herrenalb genannt wird und um 1500 verlassen war; seit 1961 tragen die dortigen Aussiedlerhöfe wieder diesen Namen. Unter der Adresse Salzhofen 9 liegt heute der Tierpark. Mit dem Bus 733 zwischen Bretten und Pforzheim steigt man an der Haltestelle Tierpark aus (Stand Fahrplan 06.10.2026).
Zu welchem Landkreis gehört Bretten?
Zum Landkreis Karlsruhe, in dem Bretten nach Bruchsal und Ettlingen die drittgrößte Stadt ist. Bis 1936 war Bretten selbst Sitz eines badischen Bezirksamts; nach dessen Auflösung kam die Stadt zum Karlsruher Bezirk, der Stadtteil Neibsheim gehörte bis zur Eingemeindung 1972 zum Landkreis Bruchsal. Als Große Kreisstadt untersteht Bretten in vielen Fachfragen direkt dem Regierungspräsidium Karlsruhe. Die Postleitzahl 75015 gilt für alle Stadtteile.
Warum heißt Bretten Melanchthonstadt?
Weil der Reformator Philipp Melanchthon 1497 in Bretten geboren wurde. Seit dem 1. Oktober 2023 darf die Stadt den Namenszusatz Melanchthonstadt offiziell führen, das Innenministerium Baden-Württemberg hat ihn auf Antrag des Gemeinderats genehmigt. An der Stelle des Geburtshauses am Marktplatz steht das Melanchthonhaus mit Museum und der Europäischen Melanchthon-Akademie.
Weiterführende Themen
- Melanchthonhaus BrettenDas Gedächtnishaus am Marktplatz: Räume, Öffnungszeiten, Eintritt, Führungen und Anreise.
- Tierpark BrettenStreichel- und Fütterzoo am Salzhofen: Saison, Öffnungstage, Eintritt, Bus 733 und Kombination mit der Altstadt.
- Kloster MaulbronnDas Welterbe-Kloster knapp außerhalb des Kraichgaus, mit dem Bus 700 ab Bahnhof Bretten in rund einer halben Stunde (Stand Fahrplan 06.10.2026).
- Peter-und-Paul-Fest BrettenDas historische Stadtfest am ersten Juliwochenende mit Festzug, Tickets und Hinweisen zur Anreise.
- Weihnachtsmarkt BrettenMarkt mit Eisbahn auf dem Marktplatz und Kunsthandwerk auf dem Kirchplatz, mit Öffnungszeiten, Parken und Anreise.
- BruchsalDie Nachbarstadt am Rand der Rheinebene, mit der RB 71 durch das Saalbachtal in rund 20 Minuten erreichbar (Stand Fahrplan 06.10.2026).
- EppingenDie Fachwerkstadt an der Kraichgaubahn, mit RE 45 und S 4 in gut 20 bis knapp 30 Minuten erreichbar (Stand Fahrplan 06.10.2026).
- KnittlingenDie Nachbarstadt im Enzkreis, von Ruit aus rund drei Kilometer entfernt.
- Welche Orte gehören zum Kraichgau?Wie wir das Gebiet abgrenzen und warum Bretten mit seiner ganzen Fläche dazugehört.