Große Kreisstadt · Landkreis Heilbronn
Eppingen im Kraichgau
Die Fachwerkstadt liegt dort, wo das Lösshügelland des Kraichgaus an die bewaldete Eppinger Hardt stößt: unten an Elsenz und Hilsbach die Altstadt mit Pfeifferturm und Alter Universität, oben im Wald der Ottilienberg mit den Schanzen der Eppinger Linien und hinter der Hardt der württembergische Weinort Kleingartach.
- Mit der Bahn
- S 4 und RE 45 zwischen Karlsruhe und Heilbronn, S 7 und RE 7 über Sinsheim Richtung Heidelberg
- Mit dem Auto
- B 293 zwischen Karlsruhe und Heilbronn, A6-Anschlussstelle 34 Sinsheim-Steinsfurt gut 11 km entfernt
- Am Übergang
- 73 Prozent Kraichgau, 27 Prozent Eppinger Hardt im Naturraum Strom- und Heuchelberg

75031 Eppingen
Website der GemeindeBild: A.Grünberger, CC BY 3.0, Ausschnitt
Eppingen kurz erklärt
Eppingen ist mit 22.796 Einwohnern (Stand 31.12.2025) nach Neckarsulm die zweitgrößte Stadt im Landkreis Heilbronn und liegt im südöstlichen Kraichgau, rund 22 Kilometer westlich von Heilbronn. 73 Prozent der Stadtfläche gehören zum Naturraum Kraichgau, der bewaldete Südosten, die Eppinger Hardt, zählt schon zum Strom- und Heuchelberg. Bekannt ist die Stadt für ihre Fachwerk-Altstadt, und am Bahnhof treffen sich die Stadtbahn S 4 zwischen Karlsruhe und Heilbronn und die S 7 aus Heidelberg.
Fakten
- Status
- Große Kreisstadt seit 1. Januar 2002, Stadt spätestens seit dem frühen 13. Jahrhundert
- Landkreis
- Landkreis Heilbronn seit 1973, zuvor Landkreis Sinsheim; zweitgrößte Stadt des Kreises nach Neckarsulm
- Einwohner (31.12.2025)
- 22.796 (amtliche Fortschreibung der Statistischen Ämter)
- Fläche
- 88,58 km², davon 73 Prozent im Naturraum Kraichgau
- Postleitzahl
- 75031
- Gliederung
- Kernstadt und sechs Stadtteile
- Höhenlage
- rund 180 m an der Elsenz nördlich von Richen bis über 320 m in den Wäldern im Süden
- Erste Erwähnung
- 985 als Epbingon, bei einer Schenkung Ottos III. an das Bistum Worms
- Verwaltungsgemeinschaft
- mit Gemmingen und Ittlingen
- Rathaus
- Marktplatz 1, 75031 Eppingen
Redaktionell geprüft am 6. Oktober 2026.
Kernstadt und sechs Stadtteile zwischen Gäu und Heuchelberg
Die sechs Stadtteile kamen zwischen dem 1. Juli 1971 und dem 1. November 1972 zu Eppingen, zuerst Adelshofen, zuletzt Mühlbach, das der Stadt schon seit dem 14. Jahrhundert gehört hatte. Fünf von ihnen waren badische Dörfer im Landkreis Sinsheim, Kleingartach dagegen eine altwürttembergische Stadt im Landkreis Heilbronn. Gut die Hälfte der Einwohner lebt in der Kernstadt; jeder Stadtteil hat einen Ortschaftsrat und eine Verwaltungsstelle. Die Einwohnerzahlen je Stadtteil haben den Stand 31.12.2025.
Eppingen (Kernstadt)
Altstadt auf einem Sporn über der Mündung des Hilsbachs in die Elsenz, seit 1983 als Gesamtanlage denkmalgeschützt, mit Bahnhof, Halt Eppingen West und Weiherpark; zur Gemarkung von 3.295 Hektar gehören auch Hardtwald und Ottilienberg im Süden; 11.491 Einwohner
Adelshofen
Dorf im Norden am Nesselbach, 1287 erstmals erwähnt und lange im Besitz der Herren von Neipperg; auffällig ist die halbrunde evangelische Kirche St. Nazarius, 1830 bis 1835 erbaut, außerdem hat die Kommunität Adelshofen hier ihr Lebenszentrum mit Theologischem Seminar; mit 1.500 Einwohnern der kleinste Stadtteil, seit 1. Juli 1971 bei Eppingen
Elsenz
Dorf im Nordwesten an der Quelle der Elsenz, 1137 erstmals erwähnt und ab 1365 kurpfälzisch; der Tabakanbau prägte den Ort, daran erinnert das Heimat- und Tabakmuseum im alten Rathaus; am Ortsrand liegt der um 1680 angelegte Elsenzer See mit Badestelle; 2.003 Einwohner, seit 1. Dezember 1971 bei Eppingen
Kleingartach
frühere Stadt im oberen Leintal im Südosten, jenseits der Eppinger Hardt am Heuchelberg; 788 erstmals erwähnt, seit dem 14. Jahrhundert württembergisch und bis 1971 im Landkreis Heilbronn; rund 90 Hektar Reben in der württembergischen Großlage Heuchelberg, spätgotische Martinskirche von 1468, Kelter von 1474/75 und Reste der Stadtmauer; 1.888 Einwohner, seit 1. Dezember 1971 bei Eppingen
Mühlbach
Steinhauerdorf im Süden am Rand der Eppinger Hardt, in deren Wald seit dem 16. Jahrhundert Sandstein gebrochen wird; das Rathaus von 1903 mit Steinhauermuseum und viele Sandsteinfassaden stammen aus der Blütezeit um 1900, bekannt ist das Kuckucksholen am Dienstag nach Pfingsten; Badesee und kleines Hallenbad; mit 2.271 Einwohnern der größte der sechs Stadtteile, seit 1. November 1972 eingemeindet, aber schon seit dem 14. Jahrhundert im Besitz der Stadt
Richen
Marktflecken im Elsenztal nordöstlich der Kernstadt, 769 im Lorscher Codex und damit früher erwähnt als Eppingen selbst; Fachwerkhäuser aus dem 16. und 17. Jahrhundert in der Ortsmitte, Bauernmuseum im früheren Farrenstall und ein 1,8 Kilometer langer Streuobstlehrpfad am Heilbronner Berg; einziger Stadtteil mit Bahnhalt (S 7 und RE 7); 1.791 Einwohner, seit 1. Dezember 1971 bei Eppingen
Rohrbach am Gießhübel
Dorf rund vier Kilometer westlich der Kernstadt im offenen Gäu, bis 1803 im Besitz des Stifts Odenheim und deshalb katholisch geprägt; ehemaliges Wasserschloss, zwölf Wegkreuze und drei Kapellen, dazu seit 2025 das Kulturdenkmal Alte Seifensiederei; Gewerbegebiet in der Elsenzaue; 1.904 Einwohner, seit 1. Dezember 1971 bei Eppingen
Lage und Anreise
Eppingen liegt im südöstlichen Kraichgau an einer deutlich sichtbaren Landschaftsgrenze. Im Nordwesten der Gemarkung wellt sich das lössbedeckte Hügelland des Eppinger Gäus mit Äckern und wenig Wald. Im Südosten hebt sich mit einer Stufe die Eppinger Hardt heraus, eine bewaldete Platte aus Schilfsandstein, die naturräumlich schon zum Strom- und Heuchelberg gehört. 73 Prozent der Stadtfläche liegen im Kraichgau und 27 Prozent in der Hardt. Das Gelände reicht von rund 180 Metern an der Elsenz nördlich von Richen bis auf über 320 Meter in den Wäldern im Süden.
Die Elsenz entspringt am Ortsrand des Stadtteils Elsenz und fließt zunächst nach Südosten. An der Altstadt nimmt sie den Hilsbach auf, wendet sich nach Nordosten und verlässt die Gemarkung hinter Richen Richtung Sinsheim; nach gut 53 Kilometern mündet sie in Neckargemünd in den Neckar. Diesem Tal folgt die Bahn nach Sinsheim. Kleingartach liegt dagegen jenseits der Hardt im oberen Leintal, wo Seebach und Gruppenbach zum Leinbach zusammenfließen, der im Heilbronner Stadtteil Neckargartach den Neckar erreicht.
Ihren Aufstieg verdankte die Stadt der alten Reichsstraße, die von Nürnberg über Heilbronn und Durlach nach Hagenau im Elsass führte. Spätestens seit dem frühen 13. Jahrhundert Stadt, kam Eppingen 1462 an die Kurpfalz und blieb bis 1803 kurpfälzisch; aus der Blütezeit im 15. und 16. Jahrhundert stammen viele der rund 120 freigelegten Fachwerkhäuser. In den Pestjahren 1564/65 wich eine Fakultät der Universität Heidelberg hierher aus, daran erinnert der Name der Alten Universität. Ab 1803 badisch, war Eppingen von 1813 bis 1924 Sitz eines Bezirksamts. Seit der Kreisreform 1973 gehört die Stadt zum Landkreis Heilbronn und wird von Stuttgart aus verwaltet, Kirchen und Sportvereine blieben aber in den badischen Verbänden. Nur Kleingartach ist seit dem 14. Jahrhundert württembergisch: Seine evangelische Gemeinde gehört als einzige im Stadtgebiet zur württembergischen Landeskirche.
Die Grenze zum Keuperbergland erlebt man auf der L 1110 Richtung Kleingartach, die hinter der Kernstadt in den Hardtwald hinaufführt; dort zweigt die Zufahrt zum Ottilienberg ab. Ab 1693 lag zwischen Eppingen und Stebbach das Hauptlager der Reichsarmee, von 1695 bis 1697 ließ Markgraf Ludwig Wilhelm von Baden, der Türkenlouis, die Eppinger Linien anlegen, eine Verteidigungslinie aus Verhau, Graben, Wall und hölzernen Wachtürmen. Reste davon sind im Hardtwald zu sehen. Touristisch gehört die Stadt zum Verband Kraichgau-Stromberg, die sechs Stadtteile ohne die Kernstadt zählen zum LEADER-Gebiet Kraichgau. Warum Stromberg und Heuchelberg dennoch eine eigene Landschaft sind, erklärt die Antwort Gehört der Stromberg zum Kraichgau?
- Auto: Die B 293 zwischen Karlsruhe und Heilbronn führt seit 1996 als Umgehung nördlich an der Kernstadt vorbei; nach Heilbronn sind es rund 26 Kilometer, nach Bretten gut 20. Zur A6 geht es über die L 1110 und die L 592 nach Norden zur Anschlussstelle Sinsheim-Steinsfurt (34), vom Rathaus gut 11 Kilometer. Auf diesem Weg ist Heidelberg rund 50 Kilometer entfernt.
- Richtung Karlsruhe und Heilbronn: Die Stadtbahn S 4 hält am Bahnhof und am Halt Eppingen West. Sie fährt mindestens stündlich über Bretten zum Karlsruher Marktplatz, rund 65 Minuten, und in der Gegenrichtung in 23 bis 31 Minuten zum Heilbronner Hauptbahnhof und weiter bis Öhringen. Schneller ist der RE 45, der stündlich fährt, in Eppingen in der Regel nur am Bahnhof hält und Karlsruhe Hbf in 48, Heilbronn Hbf in 22 und Bretten in gut 20 Minuten erreicht (Stand Fahrplan 06.10.2026). Richtung Karlsruhe gilt der Tarif des KVV, Richtung Heilbronn der des HNV.
- Ins Elsenztal und nach Heidelberg: Vom Bahnhof fährt jeden Tag stündlich ein Zug über Richen und Steinsfurt nach Sinsheim (Elsenz) Hbf, abwechselnd S 7 und RE 7, in 18 Minuten. Richtung Heidelberg Hbf fährt die S 7 alle zwei Stunden ohne Umstieg durch und braucht gut 75 Minuten, weil sie in Sinsheim rund 18 Minuten steht. Montags bis freitags fährt um 11.11, 13.11 und 15.11 Uhr der RE 7 in 55 Minuten durch; die übrigen RE 7 enden in Neckargemünd oder Sinsheim, dann steigt man um. In der Gegenrichtung kommt jede Stunde eine S 7 ab Heidelberg Hbf, die Eppingen in 55 Minuten erreicht (Stand Fahrplan 05.10.2026). Bis Dezember 2025 hießen die Linien S 5 und RE 5, ältere Pläne und manche Webseiten nennen noch diese Nummern.
- Bus: Vom Bahnhof fahren Linien in die Stadtteile, etwa die 673 nach Adelshofen, die 674 nach Kleingartach, die 675 über Rohrbach nach Elsenz und die 676 über Mühlbach nach Zaberfeld. Dazu kommen ein Bürgerbus und das BürgerRufMobil, das spätestens am Vortag über die Mobilitätszentrale im Bahnhof bestellt wird (Stand Fahrplan 06.10.2026). Abfahrten zeigt die Fahrplanauskunft von bwegt.
- Rad: Durch Kleingartach führt der Württemberger Weinradweg, eine Alltagsroute des Radnetzes Baden-Württemberg verbindet Eppingen mit Heilbronn und Bretten. Der MuseumsRadwanderweg KR6 beginnt in Mühlbach und führt auf rund 31 Kilometern an sieben Museen vorbei bis Hoffenheim.
Freizeit
Stadt- und Fachwerkmuseum „Alte Universität“
Das Fachwerkgebäude aus dem 15. Jahrhundert war zuerst Kaufhaus mit Fleischhalle, Amtssaal und Getreidespeicher, 1564/65 zog eine Fakultät der Universität Heidelberg vor der Pest hierher. Heute zeigt das Museum auf rund 800 Quadratmetern Stadtgeschichte, die Entwicklung des Fachwerkbaus und die Eppinger Linien, dazu kommen Wechselausstellungen. Geöffnet dienstags bis sonntags von 14 bis 16 Uhr, der Eintritt ist frei (Stand 06.10.2026).
Mehr zur Alten UniversitätPfeifferturm
Der Turm aus Buckelquadern entstand in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts am Haupttor der Stadtbefestigung. Seinen Namen hat er vom Türmer, der mit einem Horn vor Feinden und Feuer warnte; von 1829 bis 1859 diente er als Amtsgefängnis. Die Aussichtsplattform in 24 Metern Höhe ist nur bei gebuchten Führungen zugänglich. Von Mai bis Oktober beginnt sonntags und am ersten Samstag im Monat um 14 Uhr am Turm die öffentliche Stadtführung der Heimatfreunde, ohne Anmeldung, rund 90 Minuten für 2,50 Euro (Stand 06.10.2026).
Fachwerkpfad und Altstadtgassen
Auf dem Fußweg vom Bahnhof hinauf in die Altstadt stellt der Fachwerklehrpfad an neun Stationen Bauteile wie Eckständer, Wilden Mann und Alemannisches Weible vor und nennt die Fassaden, an denen sie im Original stehen. Oben warten das Baumannsche Haus von 1582, das windschiefe Haus Steingasse 4 von 1457 und die Drei-Stil-Ecke an Zunfthausgasse und Kettengasse, wo alemannisches, fränkisches und barockes Fachwerk aufeinandertreffen. Nördlich der Stadtkirche liegt das Linsenviertel, eine frühere Tagelöhnersiedlung mit engen Gassen.
Weiherpark
Das Gelände der Gartenschau 2022 liegt zwischen Bahnhof und Altstadt. Von den Weiherterrassen fällt der Blick über den Stadtweiher auf die Fachwerkhäuser, am Steinplatz laufen in der warmen Jahreszeit die Wasserspiele eines großen Spielplatzes, und am Nordostrand führen Quadersteine über den Hilsbach kurz vor seiner Mündung in die Elsenz auf eine kleine Insel. In den Sommern 2023, 2024 und 2026 war der Park Bühne des Eppinger Festivalsommers.
Mehr zum WeiherparkOttilienberg
Die gerodete Kuppe rund drei Kilometer südöstlich der Stadt liegt schon im Hardtwald, der naturräumlich zum Heuchelberg zählt. Die Kapelle wurde 1473 gestiftet, 1697 ließ der Türkenlouis den vorgeschichtlichen Ringwall zur zentralen Schanze der Eppinger Linien ausbauen. Der Aussichtsturm an der Kapelle ist in der Regel am ersten Sonntag im Monat geöffnet, Rastplatz und Grillstelle sind frei zugänglich (Stand 06.10.2026). Knapp einen Kilometer südöstlich steht im Wald eine nachgebaute Chartaque, ein hölzerner Wachturm der Linien.
Mehr zum OttilienbergEppinger Waldfühlpfad
Am Jägersee unterhalb des Ottilienbergs beginnt der rund drei Kilometer lange Rundweg durch den Stadtwald mit 15 Mitmachstationen, eröffnet 2007 im Jahr der Heimattage Baden-Württemberg in Eppingen. Er verläuft überwiegend auf Naturwegen, die Zufahrt ist von der L 1110 zwischen Eppingen und Kleingartach ausgeschildert. Der Rundweg EP2 des Wander3Klangs verbindet auf knapp sieben Kilometern Waldfühlpfad, Himmelsleiter und die Aussichtsplattform Kraichgaublick.
Mehr zum WaldfühlpfadEppinger-Linien-Weg
Der knapp 42 Kilometer lange Wanderweg folgt der Verteidigungslinie aus den 1690er-Jahren von Eppingen durch den Naturpark Stromberg-Heuchelberg bis Mühlacker und ist mit dem Symbol einer Chartaque markiert. Seit 2014 stehen am Weg Großplastiken des Gemminger Künstlers Hinrich Zürn, die von der deutsch-französischen Geschichte der Linien erzählen.
Museen in den Stadtteilen
Vier Außenstellen des Stadtmuseums erzählen, wovon die Dörfer lebten. Das Steinhauermuseum im Rathaus von Mühlbach öffnet von Mai bis Oktober sonntags von 14 bis 16 Uhr, das Bauernmuseum im früheren Farrenstall in Richen und das Heimat- und Tabakmuseum im alten Rathaus von Elsenz zur selben Zeit am ersten Sonntag im Monat. Die Weinbaustube im Rathaus Kleingartach ist ganzjährig donnerstags von 13.30 bis 16.30 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist überall frei (Stand 06.10.2026).
Elsenzer See und Mühlbacher See
Zwei kleine Badeseen liegen in den Stadtteilen Elsenz und Mühlbach. Der Elsenzer See wurde um 1680 angelegt, hat 7.500 Quadratmeter Wasserfläche, einen Sandstrand für Kleinkinder, ein Beachvolleyballfeld und einen Kiosk. Der Mühlbacher See ist mit 8.300 Quadratmetern etwas größer, hat einen flachen, sandigen Einstieg und Umkleiden im Seehaus. Beide sind zwischen 1,10 und 2,80 Meter tief.
Veranstaltungen
Flohmärkte
- Burgbergbasar in RichenSa., 10. Oktober 2026
- Flohmarkt „von allem ebbes“ mit Hausflohmärkten in Richenüblich einmal im Jahr zwischen Mai und Juli
Kerwen
- Rohrbacher Kerwe in RohrbachSa., 17. Oktober bis So., 18. Oktober 2026
- Elsenzer Kerwe in ElsenzFr., 23. Oktober bis Mo., 26. Oktober 2026
- Kirchweih in Kleingartach in KleingartachSa., 24. Oktober bis Mo., 26. Oktober 2026
- Kerwecafé im Bauernmuseum Richen in RichenSa., 24. Oktober 2026
Weihnachtsmärkte
- Mühlbacher Weihnachtsmarkt in MühlbachSa., 28. November 2026
- Eppinger WeihnachtsmarktSa., 5. Dezember 2026
- Weihnachtsmarkt in Richen in RichenSo., 13. Dezember 2026
Alltag
Rathaus und Bürgerservice sitzen am Marktplatz 1, wenige Schritte vom Pfeifferturm. Der Bürgerservice öffnet montags bis mittwochs von 7.30 bis 17 Uhr, donnerstags bis 18 Uhr und freitags bis 13.30 Uhr, dazu am ersten und dritten Samstag im Monat von 9 bis 12 Uhr. Dort lassen sich auch Autos abmelden, zum Anmelden geht es zum Landratsamt. Jeder Stadtteil hat eine Verwaltungsstelle mit eigenen Sprechzeiten. Mittwochs von 8 bis 13 Uhr und freitags von 8 bis 15 Uhr ist Wochenmarkt auf dem Marktplatz (Stand 06.10.2026).
Viermal im Jahr füllen Krämermärkte die Altstadtstraße, darunter der Bartholomäusmarkt am 24. August und der Kirchweihmarkt am ersten Montag im Oktober; Richen und Elsenz haben eigene Märkte. Zum Parken in der Innenstadt dient das rund um die Uhr geöffnete Parkhaus in der Wilhelmstraße mit rund 200 breiten Stellplätzen. Die erste Viertelstunde und die zweite Stunde sind kostenlos, sonst kostet jede Stunde 50 Cent, höchstens 4 Euro am Tag (Stand 06.10.2026); bezahlt wird werktags von 7 bis 19 Uhr. Auf den städtischen Parkplätzen rund um die Altstadt lässt sich per App bezahlen. Wohnmobile stehen am Wohnmobilhalt an der Hilsbach in der Talstraße, drei Gehminuten vom Zentrum.
Für das Umland ist Eppingen Schulstadt: Neben Grundschulen in der Kernstadt und in allen Stadtteilen gibt es das Hartmanni-Gymnasium, die Selma-Rosenfeld-Realschule und eine Gemeinschaftsschule. Zum Schwimmen stehen zwei Hallenbäder bereit, das größere mit Sprunganlage am Berliner Ring, das im Sommer schließt, und ein kleines in der Ortsmitte von Mühlbach. Fragen zu Bus und Bahn beantwortet montags bis freitags die Mobilitätszentrale im Bahnhofsgebäude (Stand 06.10.2026).
- Bürgerservice: Marktplatz 1, samstags nur am ersten und dritten Samstag im Monat von 9 bis 12 Uhr (Stand 06.10.2026)
- Wochenmarkt: mittwochs 8 bis 13 Uhr, freitags 8 bis 15 Uhr auf dem Marktplatz (Stand 06.10.2026)
- Parkhaus Wilhelmstraße: rund um die Uhr, 50 Cent pro Stunde, erste Viertelstunde und zweite Stunde frei (Stand 06.10.2026)
- Alte Universität: dienstags bis sonntags 14 bis 16 Uhr, Eintritt frei (Stand 06.10.2026)
- Pfeifferturm: nur mit Führung; öffentliche Stadtführung von Mai bis Oktober sonntags und am ersten Samstag im Monat um 14 Uhr ab dem Turm (Stand 06.10.2026)
- Bahnhof: S 4, RE 45, S 7 und RE 7; am Halt Eppingen West hält die S 4, werktags früh auch zwei RE 45 (Stand Fahrplan 06.10.2026)
- Wohnmobilhalt an der Hilsbach: Talstraße 23, 22 Plätze, 10 Euro pro Nacht, keine Reservierung (Stand 06.10.2026)
Häufige Fragen
Gehört Eppingen zum Kraichgau?
Zum größten Teil. 73 Prozent der Stadtfläche liegen im Naturraum Kraichgau, vor allem das Hügelland des Eppinger Gäus im Nordwesten mit der Altstadt und den Dörfern im Norden und Westen. Die übrigen 27 Prozent bilden die Eppinger Hardt, ein bewaldetes Sandsteinplateau im Südosten, das naturräumlich zum Strom- und Heuchelberg gehört; dort liegen der Ottilienberg und der Wald oberhalb von Mühlbach. Die Stadt selbst sieht sich im Kraichgau und ist Mitglied im Tourismusverband Kraichgau-Stromberg. Wie wir das Gebiet abgrenzen, steht unter Welche Orte gehören zum Kraichgau?
Gehört Kleingartach zu Eppingen?
Ja, seit dem 1. Dezember 1971. Bis dahin war Kleingartach eine eigene Stadt im Landkreis Heilbronn und ist der einzige heutige Stadtteil mit württembergischer Vergangenheit: Der Ort kam im 14. Jahrhundert an Württemberg und gehörte lange zum Oberamt Brackenheim. Das zeigt sich bis heute am Wein, dessen Lagen zur württembergischen Großlage Heuchelberg zählen, und an der evangelischen Gemeinde in der württembergischen Landeskirche. Weinrechtlich gehören auch die Reben von Richen zum Anbaugebiet Württemberg, obwohl Richen ein badisches Dorf war; mehr dazu unter Besenwirtschaften im Kraichgau. Kleingartach liegt rund sechs Kilometer Luftlinie südöstlich der Kernstadt jenseits der Eppinger Hardt, mit dem Auto sind es knapp neun Kilometer; der Bus 674 fährt zum Bahnhof Eppingen (Stand Fahrplan 06.10.2026).
Hält die S-Bahn in Richen?
Ja, Richen ist der einzige Eppinger Stadtteil mit Bahnhalt. Dort halten die S 7 und der RE 7 der S-Bahn Rhein-Neckar, zusammen jeden Tag etwa stündlich. Bis Sinsheim (Elsenz) Hbf sind es 14 Minuten, bis zum Bahnhof Eppingen fünf. Richtung Heidelberg Hbf fährt alle zwei Stunden eine S 7 ohne Umstieg, montags bis freitags mittags dazu drei RE 7; aus Heidelberg kommt jede Stunde eine S 7 direkt (Stand Fahrplan 05.10.2026). Die Strecke durch das Elsenztal wurde 1900 eröffnet und gehört seit 2009 zum Netz der S-Bahn Rhein-Neckar.
Wo entspringt die Elsenz?
Am westlichen Ortsrand des Eppinger Stadtteils Elsenz, im beginnenden Seewald auf etwa 237 Metern Höhe; der um 1680 angelegte Elsenzer See liegt in unmittelbarer Nähe. Von dort fließt der Fluss zunächst nach Südosten bis zur Eppinger Altstadt, wendet sich dann nach Nordosten, später nach Norden und mündet nach gut 53 Kilometern über Sinsheim und Meckesheim in Neckargemünd in den Neckar. Zwischen Eppingen und Neckargemünd folgt die Bahnstrecke der S 7 weitgehend dem Tal.
Kann man den Pfeifferturm in Eppingen besteigen?
Nur mit Führung. Der Turm ist seit 2003 eine Außenstelle des Stadt- und Fachwerkmuseums, eine Begehung bis zur Aussichtsplattform in 24 Metern Höhe gibt es nur im Rahmen einer buchbaren Führung über die Museumsleitung. Von außen ist er jederzeit zu sehen, er steht an der Kirchgasse wenige Schritte vom Rathaus. Von Mai bis Oktober beginnt sonntags und am ersten Samstag im Monat um 14 Uhr am Turm die öffentliche Stadtführung der Eppinger Heimatfreunde, ohne Anmeldung und für 2,50 Euro pro Person (Stand 06.10.2026).
Weiterführende Themen
- Gehört der Stromberg zum Kraichgau?Warum Stromberg und Heuchelberg eine eigene Landschaft sind und wie die Reiseregion Kraichgau-Stromberg entstand.
- Weiherpark EppingenDas frühere Gartenschaugelände zwischen Bahnhof und Altstadt mit Stadtweiher und Wasserspielplatz.
- OttilienbergKapellenberg mit Aussichtsturm und den Schanzen der Eppinger Linien im Hardtwald.
- SinsheimDie Große Kreisstadt im Elsenztal, mit S 7 und RE 7 stündlich in 18 Minuten erreichbar (Stand Fahrplan 06.10.2026).
- BrettenDie Melanchthonstadt an der Kraichgaubahn, mit dem RE 45 in gut 20 und mit der S 4 in knapp 30 Minuten erreichbar (Stand Fahrplan 06.10.2026).
- Geheimtipps im KraichgauKleine Ziele abseits der großen Namen, darunter Ottilienberg und Waldfühlpfad an der L 1110.