Stadt · Landkreis Karlsruhe
Östringen im Kraichgau
Die Stadt im nordwestlichen Hügelland verbindet zwei Landschaften: im Norden die flache Langenbrückener Senke mit der Kernstadt und einer Schwefelquelle im Stadtwald, im Süden das Katzbachtal, in dem drei frühere Klosterdörfer zwischen Reben, Hohlwegen und Wald liegen und die Stadtbahn aus Bruchsal endet.
- Mit der Bahn
- S 31 bis Odenheim, zweimal pro Stunde; ab Bruchsal 23 Minuten, ab Karlsruhe Hbf knapp 50 Minuten
- Mit dem Auto
- A5, Anschlussstelle Kronau (41), dann rund 9 km über die B 292; A6, Wiesloch/Rauenberg (32), rund 8 km
- Zum Wandern
- GEOpfade Brunnenweg (13 km) und Hügelweg (20 km), über 90 km einheitlich beschilderte Wege

76684 Östringen
Website der GemeindeBild: Anke Hüper, Gemeinfrei
Östringen kurz erklärt
Östringen ist eine Stadt mit 13.447 Einwohnern (Stand 31.12.2025) im Nordosten des Landkreises Karlsruhe, zwischen Bruchsal und Sinsheim, und liegt vollständig im Naturraum Kraichgau. Neben der Kernstadt gehören die Stadtteile Odenheim, Tiefenbach und Eichelberg im Katzbachtal dazu, die bis 1803 dem Kloster und späteren Ritterstift Odenheim unterstanden. Odenheim ist Endpunkt der Stadtbahn S 31 aus Bruchsal und Karlsruhe, die Kernstadt selbst hat keinen Bahnhof.
Fakten
- Status
- Stadt seit 1981; heutige Gemeinde seit den Eingemeindungen 1972 und 1974
- Landkreis
- Landkreis Karlsruhe seit 1973; zuvor Landkreis Bruchsal, Tiefenbach und Eichelberg Landkreis Sinsheim
- Einwohner (31.12.2025)
- 13.447 (amtliche Fortschreibung der Statistischen Ämter)
- Fläche
- 53,28 km², vollständig im Naturraum Kraichgau
- Postleitzahl
- 76684
- Gliederung
- Kernstadt Östringen und die Stadtteile Odenheim, Tiefenbach und Eichelberg
- Höhenlage
- rund 130 m im Nordwesten an der Grenze zu Bad Schönborn bis gut 300 m auf den Höhen um Eichelberg
- Erste Erwähnung
- 765 oder 768 als Ostringen im Lorscher Codex (Datierung der Urkunde unsicher), Odenheim 769
- Weinbau
- rund 150 Hektar Reben in allen vier Stadtteilen (Stand 31.07.2024), Badische Weinstraße seit 2014
- Rathaus
- Am Kirchberg 19, 76684 Östringen
Redaktionell geprüft am 6. Oktober 2026.
Kernstadt und drei Stadtteile zwischen Senke und Katzbachtal
Die heutige Stadt ist ein Ergebnis der Gemeindereform: Am 1. Januar 1972 kamen Eichelberg und Tiefenbach zu Östringen, am 1. Januar 1974 Odenheim. Vorher gingen die Orte getrennte Wege. Die Kernstadt gehörte bis 1803 zum speyerischen Amt Kislau, die drei Dörfer im Katzbachtal zum Kloster und späteren Ritterstift Odenheim. Danach wurden Östringen und Odenheim von Bruchsal aus verwaltet, Tiefenbach und Eichelberg zunächst vom Bezirksamt Eppingen und ab 1936 von Sinsheim. Zur Stadt gehören außerdem Wohnplätze wie der Stifterhof auf dem früheren Klostergelände und der Weiler Schindelberg. Die Einwohnerzahlen je Stadtteil haben den Stand 30.06.2023.
Östringen (Kernstadt)
Zentrum am Kirchberg mit Rathaus und neuromanischer Pfarrkirche St. Cäcilia, beide aus gelbem Sandstein; Schulzentrum, Freibad, Heimatmuseum und Gustav-Wolf-Kunstgalerie; der Norden der Gemarkung liegt in der Langenbrückener Senke, dort entspringt im Krummbachwald die Schwefelquelle; 1.624 Hektar, 7.554 Einwohner
Odenheim
flächengrößter Stadtteil mit 2.108 Hektar, im Katzbachtal gelegen und 769 im Lorscher Codex erwähnt; geprägt vom nahen Kloster, daran erinnern das Amtshaus von 1569 und die Reste beim Stifterhof; über dem Ort die Barockkirche St. Michael, in der Mitte das Sandsteinrathaus von 1903 mit Bezügen zum Nibelungenlied; Endpunkt der Stadtbahn S 31 und zweites Freibad der Stadt; 3.911 Einwohner, seit 1. Januar 1974 bei Östringen
Tiefenbach
Weinort weiter oben im Katzbachtal, 1122 als Tiephenbach erwähnt; über dem Ort die Kreuzbergkapelle von 1872 mit Kreuzweg, talaufwärts der Kreuzbergsee, am Ortsrand ein Golfplatz; eigene Grundschule; 917 Hektar, 1.371 Einwohner, bis 1971 im Landkreis Sinsheim, seit 1. Januar 1972 bei Östringen
Eichelberg
kleinster Stadtteil, auf der Höhe über dem Katzbachtal, 1161 erstmals erwähnt; 1225 gab das Kloster die Weinberge an zwölf Bauern aus, daraus wuchs das Dorf; Rathaus auf Fundamenten von 1604, Alte Kelter von 1556, Ziehbrunnen und Jakobuskirche, auf dem Kapellenberg die Michaelskapelle von 1771; 673 Hektar, 725 Einwohner, bis 1971 im Landkreis Sinsheim, seit 1. Januar 1972 bei Östringen
Lage und Anreise
Östringen liegt am Westrand des Kraichgaus, und die Stadt besteht aus zwei Landschaften. Der Norden mit der Kernstadt gehört zur Langenbrückener Senke, einer flachen Mulde mitten im Hügelland, in der Gesteine des Schwarzen Juras an der Oberfläche liegen, darunter Schiefer; aus diesen Schichten kommt das Wasser der Schwefelquelle im Krummbachwald. Wer auf der B 292 von Bad Schönborn heranfährt, sieht südöstlich der Stadt die Hügelketten des Löss- und Keuperlands aufsteigen. Dort liegen die drei Stadtteile. Das Gelände reicht von rund 130 Metern an der Grenze zu Bad Schönborn bis gut 300 Meter bei Eichelberg, etwa ein Drittel der Fläche ist Wald.
Der Katzbach entspringt im Wald östlich von Eichelberg, fließt unter dem Viadukt der früheren Bahn hindurch, durch den Kreuzbergsee und die Ortskerne von Tiefenbach und Odenheim und mündet nach knapp 18 Kilometern bei Stettfeld in den Kraichbach. Bei Tiefenbach hat er sein Tal fast 100 Meter tief eingeschnitten. An den Hängen wachsen Reben, auf rund 150 Hektar in allen vier Stadtteilen, und seit 2014 führt die Badische Weinstraße durch die Stadt. Auf dem Greifenberg bei Eichelberg wird ein Eichen-Hainbuchen-Wald als Bannwald und Naturschutzgebiet sich selbst überlassen; auf seiner Kuppe saßen im 10. und 11. Jahrhundert vermutlich die Kraichgaugrafen in der Burg Wigoldesberg.
Östringen, im Lorscher Codex in einer Schenkung von 765 oder 768 erstmals genannt, gehörte über das Amt Kislau zum Hochstift Speyer. Die Dörfer im Katzbachtal waren dagegen Besitz des Benediktinerklosters, das die Grafen von Lauffen zu Beginn des 12. Jahrhunderts auf dem Wigoldesberg stifteten und bald ins Tal bei Odenheim verlegten. Die Mönche brachten den Weinbau, Tiefenbach und Eichelberg entstanden als Ausbausiedlungen von Odenheim aus. Ende des 15. Jahrhunderts wurde das Kloster ein weltliches Ritterstift, das Anfang des 16. Jahrhunderts nach Bruchsal umzog; die Anlage im Tal wurde im Bauernkrieg 1525 zerstört. Erst die Gemeindereform führte die vier Orte zusammen, 1981 erhielt Östringen die Stadtrechte.
Bis ins 20. Jahrhundert lebten die Dörfer von der Landwirtschaft, in Östringen und Odenheim kamen im 19. Jahrhundert Zigarrenfabriken dazu. Den großen Umbruch brachte 1963 ein Nylonfaserwerk der British Nylon Spinners, das später ICI, DuPont und Invista gehörte und Anfang der 2010er-Jahre schloss. Im Werk der ICI modernisierten Dietmar Hopp und Hasso Plattner ab 1971 Auftragsabwicklung und Versand, ICI wurde einer der ersten Kunden der 1972 gegründeten SAP. Ende der 1960er-Jahre entstand das Gymnasium als Kern eines Schulzentrums für das Umland. Auch der Handball hat hier Wurzeln: Die Rhein-Neckar Löwen gingen aus der 2002 gegründeten Spielgemeinschaft Kronau/Östringen hervor.
- Auto: Von der A5 führt die Anschlussstelle Kronau (41), dort schon nach Östringen ausgeschildert, über die L 555 und die B 292 durch Bad Schönborn in rund neun Kilometern zum Rathaus. Von der A6 ist die Anschlussstelle Wiesloch/Rauenberg (32) über Mühlhausen etwa acht Kilometer entfernt; aus Richtung Heilbronn kommt man über die Anschlussstelle Sinsheim (33a) und die B 292 durch Angelbachtal. Bruchsal liegt rund 18, Heidelberg rund 29 Straßenkilometer entfernt, vom Rathaus nach Odenheim sind es gut acht, nach Eichelberg gut zehn Kilometer.
- Stadtbahn: Odenheim ist Endpunkt der S 31, die über Ubstadt nach Bruchsal und weiter nach Karlsruhe fährt; in der Stadt hält sie in Odenheim West und am Bahnhof Odenheim. Ab Odenheim fahren täglich zwei Züge pro Stunde im Wechsel von 20 und 40 Minuten, werktags kommen einzelne Züge bis Bruchsal dazu. Bruchsal ist nach 23 Minuten erreicht, Karlsruhe Hbf ohne Umstieg nach knapp 50 Minuten. In der Gegenrichtung fahren ebenfalls werktags wie am Wochenende zwei Züge pro Stunde nach Odenheim; abends endet ein Teil der Fahrten ab Odenheim schon in Bruchsal.
- Bus in der Kernstadt: Die Linie 132 bringt Fahrgäste in 13 bis 16 Minuten zum Bahnhof Bad Schönborn-Kronau in Mingolsheim, wo die S 3 nach Heidelberg, Bruchsal und Karlsruhe hält; Heidelberg Hbf ist so in knapp 40 Minuten erreichbar. Werktags fährt der Bus ein- bis zweimal pro Stunde, ein Teil der Fahrten durchgehend bis Bruchsal Bahnhof (44 Minuten), am Wochenende stündlich. Montags bis freitags stündlich und samstags bis zum frühen Nachmittag fährt außerdem die Linie 705 in gut 30 Minuten über Rettigheim und Malsch zum Bahnhof Wiesloch-Walldorf. Sie gehört zum Verkehrsverbund Rhein-Neckar, die S 31 und die Linien 132 und 134 zum Karlsruher Verkehrsverbund; welche Fahrkarte gilt, zeigt die Fahrplanauskunft.
- Bus in die Stadtteile: Die Linie 134 fährt montags bis freitags etwa stündlich von der Kernstadt in elf Minuten zum Bahnhof Odenheim und weiter über Tiefenbach und Eichelberg nach Elsenz. Samstags und sonntags beginnt sie am Bahnhof Odenheim mit Anschluss an die S 31 und erreicht Tiefenbach in sechs, Eichelberg in elf Minuten. Zwischen Kernstadt und Odenheim gibt es am Wochenende keinen direkten Bus; die Verbindung mit der 132 und der S 31 über Stettfeld dauert gut 40 Minuten.
- Rad und zu Fuß: Der Badische Weinradweg kommt aus dem Kraichtal durch Tiefenbach und Odenheim und erreicht über die Nachbargemeinden im Westen die Kernstadt. Ab dem Bahnhof Odenheim folgt ein Radweg der Trasse der stillgelegten Katzbachbahn nach Tiefenbach, bei Eichelberg gehört das alte Viadukt zu einem Rad- und Wanderweg. Der Europäische Fernwanderweg E1 durchquert die Stadt von Mühlhausen kommend in Richtung Kraichtal, und seit dem Frühjahr 2026 sind über 90 Kilometer Wege zwischen den Stadtteilen und zu den Nachbarorten einheitlich ausgeschildert.
Freizeit
GEOpfade Brunnenweg und Hügelweg
Zwei Rundwege erklären an Schautafeln Gestein, Böden und Landschaft des Östringer Kraichgaus. Der Brunnenweg, rund 13 Kilometer, beginnt am Kirchberg und führt am Kurbrunnen vorbei, durch die Armenberghohle, zu einem alten Schilfsandsteinbruch und zu den Aussichtspunkten am Roten Kreuz und am Spiegelberg bis zum Heimatmuseum. Der Hügelweg, rund 20 Kilometer mit etwa 390 Höhenmetern, startet am Bahnhof Odenheim und verbindet Hohlwege, den Steinbruch beim Stifterhof, den Wigoldesberg und den Kreuzberg; abkürzen lässt er sich mit dem Bus ab Tiefenbach oder Eichelberg. Festes Schuhwerk ist nötig, Führungen bietet die Stadt auf Anfrage an.
Mehr zu Hohlwegen im KraichgauKurbrunnen im Krummbachwald
Nördlich der Kernstadt gibt ein Brunnen auf runden Stufenplattformen auf Knopfdruck Wasser aus einer Schwefelquelle ab, das deutlich nach faulen Eiern riecht. Die Quelle wurde 1949 in 23 Metern Tiefe erbohrt, als die Gemeinde von einem Heilbad träumte; der Plan scheiterte am Geld, der Brunnen steht seit 1960. Als Trinkwasser ist das Wasser nicht geeignet. Vom Waldparkplatz Am Fischbach an der Kreisstraße Richtung Rettigheim sind es rund 400 Meter zu Fuß.
St. Cäcilia und der Kirchberg
Die neuromanische Pfarrkirche aus den 1890er-Jahren und das Rathaus von 1896, beide aus gelbem Sandstein, fassen den Kirchbergplatz in der Kernstadt ein. Die katholische Pfarrgemeinde bietet Kirchenführungen von etwa anderthalb Stunden an, die bis auf die Empore mit der Steinmeyer-Orgel von 1895 führen. Die historische Stadtführung beginnt am Alten Rathaus in der Hauptstraße und führt durch enge Gassen und den Wallgraben zu einem Gewölbekeller von 1697.
Gustav-Wolf-Kunstgalerie und Heimatmuseum
In einem Fachwerkhaus von 1613 am Leiberg zeigt die Stadt seit 1994 den Nachlass des 1887 in Östringen geborenen Grafikers Gustav Wolf, vor allem Holzschnitte. Wolf musste 1938 wegen der Judenverfolgung in die USA emigrieren, dort entstanden die Folgen „Visions of Manhattan“ und „Das Buch Hiob“. Die Galerie öffnet sonn- und feiertags von 15 bis 18 Uhr, im August ist sie geschlossen. Das Heimatmuseum im barocken Alten Rathaus in der Hauptstraße 100 ist am zweiten Sonntag im Monat von 14 bis 17 Uhr geöffnet; sein Freundeskreis betreut auch das Ruhbenderhaus, eine fränkische Hofreite am Leiberg, und ein Archiv zum Nylonwerk.
Stifterhof: Reste des Klosters Odenheim
Zwischen Odenheim und Eichelberg, wo die Straße das frühere Klostergelände durchschneidet, stehen zwischen Obstbäumen noch zwei Türme und ein Speicherbau aus dem 15. Jahrhundert. Von Klosterkirche und Prälatenkapelle ist über der Erde nichts mehr zu sehen. Die Anlage ist von der Straße und vom Hügelweg aus zu sehen, der hier an einem Schilfsandsteinbruch vorbeiführt; die nächste Station ist ein Aussichtspunkt auf dem Wigoldesberg.
Siegfriedsbrunnen an der L 635
Eine Handschrift des Nibelungenlieds nennt einen Brunnen bei Otenheim als Ort, an dem Hagen Siegfried tötete. Daran erinnert zwischen der Kernstadt und Odenheim direkt an der Landesstraße ein Brunnen mit Relief der Mordszene und dem Textauszug, gestiftet von dem in Odenheim geborenen und nach Amerika ausgewanderten Sigmund Odenheimer und 1932 aufgestellt. Mehrere Orte am Odenwald beanspruchen die Stelle ebenfalls für sich.
Kreuzberg und Kreuzbergsee bei Tiefenbach
Von Tiefenbach führt ein Kreuzweg aus den 1930er-Jahren durch die Reben hinauf zur Kreuzbergkapelle von 1872, daneben steht seit 1953 das Ostlandkreuz. Talaufwärts liegt zwischen Tiefenbach und Eichelberg der angelegte Kreuzbergsee, durch den der Katzbach fließt. Er ist Ausgangspunkt für Runden über Kreuzberg und Wormsberg, in der Nähe gibt es einen Naturerlebnispfad und einen Spielplatz; die Linie 134 hält an der Haltestelle Kreuzbergsee.
Eichelberg: Michaelskapelle und Viadukt
Auf dem Kapellenberg über Eichelberg steht die Michaelskapelle von 1771, deren Michaelsfigur statt eines Schwerts eine Lanze trägt; rund 200 Meter weiter reicht der Blick von einer Aussichtsplattform über das Hügelland. Unten im Katzbachtal steht das Viadukt der Katzbachbahn, 1898 bis 1900 gebaut, rund 40 Meter lang und 15 Meter hoch. Züge fuhren darüber bis 1960, seit der Sanierung 1988 dient es als Rad- und Wanderweg.
Veranstaltungen
Flohmärkte
- Kindersachenflohmarkt der Kita St. Elisabethüblich im Herbst am zweiten Samstag im Oktober, vormittags; 2025 zusätzlich ein Termin im April
Kerwen
- Kerwe beim Musikverein Eichelberg in EichelbergSa., 7. November bis So., 8. November 2026
- Kerwe beim SV Tiefenbach in TiefenbachSo., 8. November 2026
Weihnachtsmärkte
- Tiefenbacher Weihnachtszauber in TiefenbachSa., 28. November 2026
- Weihnachtsmarkt ÖstringenSa., 5. Dezember 2026
- Weihnachtsmarkt Eichelberg in EichelbergSa., 12. Dezember 2026
- Weihnachtsmarkt Odenheim in OdenheimSa., 19. Dezember bis So., 20. Dezember 2026
Alltag
Rathaus und Bürgerbüro sitzen Am Kirchberg 19 in der Kernstadt. Das Bürgerbüro ist montags bis freitags von 7.30 bis 12.30 Uhr geöffnet, montags und dienstags zusätzlich von 13.30 bis 16 Uhr und donnerstags bis 18.30 Uhr; dort liegen auch die Faltblätter zu den Ortsrundgängen aus. Die drei Stadtteile haben eigene Ortschaftsverwaltungen: in Odenheim in der Nibelungenstraße 2 mit einem zweiten Standesamt, in Tiefenbach mit Sprechzeit am Dienstagvormittag und in Eichelberg am Dienstagnachmittag.
Wochenmarkt ist in der Kernstadt am Leiberg dienstags und freitags von 7.30 bis 13 Uhr, in Odenheim mittwochs und samstags von 7.30 bis 14 Uhr und in Tiefenbach dienstags vor dem Rathaus. Die Stadt betreibt zwei Freibäder, in der Kernstadt und in Odenheim am Felsenkeller, geöffnet in der Regel von Juni bis August. Für das Umland ist Östringen Schulstadt: In der Kernstadt liegen Leibniz-Gymnasium, Thomas-Morus-Realschule und die Silcherschule als Ganztagsgrundschule, in Odenheim die Carl-Dänzer-Schule mit Grund- und Werkrealschule, in Tiefenbach eine Grundschule.
- Bürgerbüro: Am Kirchberg 19, montags bis freitags 7.30 bis 12.30 Uhr, zusätzlich Mo und Di 13.30 bis 16 Uhr, Do 13.30 bis 18.30 Uhr
- Ortschaftsverwaltungen: Odenheim Nibelungenstraße 2, Tiefenbach dienstags 8.30 bis 11.30 Uhr, Eichelberg dienstags 16 bis 18 Uhr
- Wochenmarkt Kernstadt: am Leiberg, dienstags und freitags 7.30 bis 13 Uhr, nicht an Feiertagen
- Heimatmuseum im Alten Rathaus, Hauptstraße 100: zweiter Sonntag im Monat, 14 bis 17 Uhr
- Gustav-Wolf-Kunstgalerie am Leiberg: sonn- und feiertags 15 bis 18 Uhr, im August geschlossen
- Bahnhof nur in Odenheim (S 31); aus der Kernstadt Bus 132 zum Bahnhof Bad Schönborn-Kronau oder montags bis freitags Bus 134 nach Odenheim
- Kurbrunnen: Wasser aus der Schwefelquelle, kein Trinkwasser
Häufige Fragen
Gehört Östringen zum Kraichgau?
Ja, vollständig. Die ganze Stadtfläche liegt im Naturraum Kraichgau, auch der flache Norden um die Kernstadt: Die Langenbrückener Senke ist eine Mulde innerhalb des Hügellands und gehört nicht zur Rheinebene. Östringen ist außerdem Mitglied im Tourismusverband Kraichgau-Stromberg und gehört zum LEADER-Gebiet Kraichgau, aus dessen Mitteln unter anderem die GEOpfade und die neue Wegweisung gefördert wurden. Wie wir das Gebiet abgrenzen, steht in der Antwort Welche Orte gehören zum Kraichgau?
Hat Östringen einen Bahnhof?
Die Kernstadt nicht, wohl aber der Stadtteil Odenheim: Dort endet die Stadtbahn S 31, die mit zwei Zügen pro Stunde über Bruchsal nach Karlsruhe fährt. Aus der Kernstadt fährt montags bis freitags etwa stündlich der Bus 134 in elf Minuten zum Bahnhof Odenheim. Richtung Heidelberg ist der Bus 132 zum Bahnhof Bad Schönborn-Kronau an der S 3 schneller; er fährt werktags ein- bis zweimal pro Stunde und am Wochenende stündlich. Einen eigenen Anschluss an die Bahnstrecke zwischen Heidelberg und Karlsruhe hatte der Gemeinderat schon 1911 mit einer Petition an den Badischen Landtag gefordert, gebaut wurde die Strecke nie.
Wo liegt Tiefenbach im Kraichgau?
Gemeint ist meist der Östringer Stadtteil Tiefenbach, ein Weinort im Katzbachtal rund vier Straßenkilometer östlich von Odenheim. Bis 1971 gehörte das Dorf zum Landkreis Sinsheim, seit dem 1. Januar 1972 gehört es zu Östringen. Bekannt sind der Kreuzberg mit Kapelle und Kreuzweg, der Kreuzbergsee zwischen Tiefenbach und Eichelberg und die Rebhänge ringsum. Ohne Auto fährt man mit der S 31 bis Odenheim und von dort mit der Linie 134, die täglich etwa stündlich und montags bis freitags öfter in sechs Minuten nach Tiefenbach fährt; ab Bruchsal dauert die Fahrt gut eine halbe Stunde.
Was ist der Kurbrunnen in Östringen?
So heißt der Brunnen an der Schwefelquelle im Krummbachwald nördlich der Kernstadt. Das Wasser enthält viel gelösten Schwefelwasserstoff und riecht nach faulen Eiern. 1948 ließ die Gemeinde ein geologisches Gutachten erstellen, weil sie wie die Nachbarorte Mingolsheim und Langenbrücken ein Heilbad werden wollte, 1949 wurde die Quelle in 23 Metern Tiefe erbohrt. Für das Bad fehlte das Geld, geblieben ist der Brunnen von 1960. Als Trinkwasser eignet sich das Wasser nicht. Der Brunnen ist frei zugänglich und eine Station des GEOpfads Brunnenweg; vom Waldparkplatz Am Fischbach an der Kreisstraße Richtung Rettigheim sind es rund 400 Meter zu Fuß.
Weiterführende Themen
- Welche Orte gehören zum Kraichgau?Die 61 Städte und Gemeinden unseres Gebiets mit Einwohnern, Landkreisen und Anteil am Naturraum.
- BruchsalDie Große Kreisstadt am Rand der Rheinebene, mit der S 31 ab Odenheim in 23 Minuten erreichbar.
- Schloss BruchsalDie Barockresidenz der Fürstbischöfe von Speyer, ab Odenheim ohne Umstieg bis zur Haltestelle Schlossgarten.
- SinsheimDie Große Kreisstadt im Elsenztal, vom Östringer Rathaus rund 14 Straßenkilometer entfernt.
- KraichtalDie Nachbarstadt im Süden, mit der der Badische Weinradweg und der Fernwanderweg E1 Östringen verbinden.
- MühlhausenDie Nachbargemeinde im Norden, über die der Weg zur A6-Anschlussstelle Wiesloch/Rauenberg führt.
- Kleintierpark Bad SchönbornDer Tierpark eines Vereins am Ostrand von Mingolsheim, ohne Eintritt; vom Kirchberg mit dem Rad gut 2,5 Kilometer über den Mingolsheimer Weg.
- Hohlwege im KraichgauWie die Lösshohlwege entstanden sind, durch die auch die Östringer GEOpfade führen.
Quellen
- Stadt Östringen: Ortsteile
- Stadt Östringen: Sehenswürdigkeiten (Kurbrunnen, Stifterhof, Siegfriedsbrunnen, Führungen)
- Stadt Östringen, Tourismus: GEOpfade Brunnenweg und Hügelweg (Karten, Stationen)
- EFA-BW: Fahrplanauskunft Baden-Württemberg
- Statistisches Bundesamt: Gemeindeverzeichnis, Gemeinden am 31.12.2025 (Einwohner und Fläche)