Große Kreisstadt · Rhein-Neckar-Kreis

Wiesloch im Kraichgau

Die Große Kreisstadt liegt dort, wo das Hügelland des Kraichgaus zur Rheinebene abfällt und die Bergstraße endet: am Leimbach die ummauerte Altstadt, an den Hängen im Osten Weinberge und die Halden des alten Erzbergbaus, draußen in der Ebene der Bahnhof Wiesloch-Walldorf mit S-Bahn und Regionalexpress.

Mit der Bahn
Bahnhof Wiesloch-Walldorf mit S 3, RE 73 und RE 71; Bus in rund 8 Minuten in die Innenstadt (Stand Fahrplan 06.10.2026)
Mit dem Auto
A6, Anschlussstelle 32 Wiesloch/Rauenberg, dazu A5, Anschlussstelle 39 Walldorf/Wiesloch
Am Übergang
rund 80 Prozent Kraichgau, der Westen in der Rheinebene, Südende der Bergstraße
Der Marktplatz von Wiesloch mit dem Alten Rathaus, dahinter der spitze Turm der evangelischen Stadtkirche, rechts im Hintergrund Fachwerkgiebel und ein Kirchturm mit Haube

69168 Wiesloch

Website der Gemeinde

Bild: Luftschiffhafen, CC BY-SA 4.0, Ausschnitt

Wiesloch kurz erklärt

Wiesloch ist mit 27.911 Einwohnern (Stand 31.12.2025) nach Weinheim und Sinsheim die drittgrößte Stadt im Rhein-Neckar-Kreis und liegt gut zwölf Kilometer südlich von Heidelberg am Westrand des Kraichgaus. Rund 80 Prozent der Stadtfläche gehören zum Naturraum Kraichgau, darunter die Altstadt und die Stadtteile Baiertal und Schatthausen vollständig; der Westen mit dem Bahnhof Wiesloch-Walldorf liegt schon in der Rheinebene. Bekannt ist die Stadt für ihren Weinbau am Südende der Bergstraße und für die Stadt-Apotheke, in der Bertha Benz 1888 auf ihrer Fahrt nach Pforzheim Treibstoff kaufte.

Fakten

Status
Große Kreisstadt seit 1. Januar 1973, als Stadt erstmals 1288 genannt
Landkreis
Rhein-Neckar-Kreis seit 1973, zuvor Landkreis Heidelberg; drittgrößte Stadt des Kreises nach Weinheim und Sinsheim
Einwohner (31.12.2025)
27.911 (Gemeindeverzeichnis des Statistischen Bundesamts)
Fläche
30,24 km², davon rund 80 Prozent im Naturraum Kraichgau
Postleitzahl
69168, gilt für alle Stadtteile
Gliederung
Kernstadt und vier Stadtteile
Höhenlage
rund 105 m im Westen bis rund 233 m im Norden, Marktplatz auf 130 m
Erste Erwähnung
801 als „Wezzinloch“ in einer Schenkungsurkunde an das Kloster Lorsch
Verwaltungsgemeinschaft
mit Dielheim
Rathaus
Marktstraße 13, 69168 Wiesloch

Redaktionell geprüft am 6. Oktober 2026.

Kernstadt und vier Stadtteile zwischen Ebene und Hügelland

Die Stadt zählt neben der Kernstadt vier Stadtteile. Altwiesloch war im 19. Jahrhundert eine eigene Gemeinde und kam 1908 zurück, Frauenweiler entstand 1937 als neue Siedlung auf Wieslocher Gemarkung. Baiertal und Schatthausen waren selbstständige Dörfer, bis sie am 31. Januar 1972 eingemeindet wurden; beide haben seitdem einen Ortschaftsrat und eine Ortsverwaltung. Die Einwohnerzahlen haben den Stand 31.12.2025, Kernstadt und Altwiesloch sind dabei gemeinsam gezählt.

  • Kernstadt

    Altstadt mit Marktplatz, Stadtkirche und Resten der Stadtmauer nördlich des Leimbachs, dazu das Schulzentrum und im Norden das Psychiatrische Zentrum Nordbaden, 1905 als Heil- und Pflegeanstalt eröffnet, mit einem 90 Hektar großen Park; die Gemarkung von rund 17 km² schließt Altwiesloch und Frauenweiler ein und liegt zu rund zwei Dritteln im Kraichgau, der Westen mit Bahnhof und Industriegebiet in der Rheinebene; mit Altwiesloch 19.450 Einwohner

  • Altwiesloch

    östlich der Altstadt im Leimbachtal, entstanden um eine Wasserburg, von der kaum etwas erhalten ist; sehenswert sind die Pankratiuskapelle mit Gewölbe und Malereien aus dem 15. Jahrhundert und das Bürgerhaus von 1573 bis 1580, früher Schule und Rathaus; am Ortsausgang Richtung Baiertal beginnt der Bergbau-Rundweg; seit 1908 wieder bei Wiesloch, die Einwohner zählt die Stadt zur Kernstadt

  • Baiertal

    Dorf im Tal des Gauangelbachs im Osten, ganz im Kraichgau; 841 als „Buridal“ im Lorscher Codex erwähnt, im Mittelalter mit einer Blei-Silber-Hütte, später geprägt von Tabakindustrie und Steinbrüchen; evangelische Kirche von 1802, katholische Kirche St. Gallus von 1912 und Lehrschwimmbecken; am südlichen Ortseingang steht seit 2018 ein alter Triebwagen auf der Trasse der früheren Nebenbahn, die bis Schatthausen als Radweg dient; 4.655 Einwohner, seit 31. Januar 1972 bei Wiesloch

  • Frauenweiler

    Siedlung im Südwesten am Rand der Rheinebene, 1937 wegen der Wohnungsnot als Arbeitersiedlung gegründet, rund 400 Meter westlich des mittelalterlichen Dorfs am Gänsberg, das 1526 auf Betreiben der Stadt aufgelöst wurde; seit den 1960er-Jahren mit Kirche, Kindergarten und Grundschule, südöstlich das Naturschutzgebiet Frauweilerwiesen; Bus 709 in rund zehn Minuten zur Ringstraße (Stand Fahrplan 06.10.2026); 2.195 Einwohner

  • Schatthausen

    nordöstlichster Stadtteil im oberen Gauangelbachtal, ganz im Kraichgau; 1294 als „Schadehusen“ belegt; Wasserschloss mit doppeltem Graben in Privatbesitz, evangelische Kirche von 1746 bis 1749 und ein Viadukt der stillgelegten Bahn nach Meckesheim; Lehrschwimmbecken, Busse nach Wiesloch und Heidelberg; 1.592 Einwohner, seit 31. Januar 1972 bei Wiesloch

Lage und Anreise

Das Stadtgebiet reicht über drei Landschaften. Bahnhof und Industriegebiet im Westen liegen auf den Sand- und Schotterflächen der Rheinebene, naturräumlich den Hardtebenen, Frauenweiler direkt an ihrem Rand. Nach Osten steigt das Gelände an der Hauptverwerfung des Oberrheingrabens an, erst über von Verwerfungen zerteilte Vorhügel, dann ins Hügelland des Kraichgaus. An dessen Westrand tritt nördlich des Leimbachs Muschelkalk, südlich davon Keuper zutage, weiter östlich liegt eine mächtige Lössdecke. Rund 80 Prozent der Stadtfläche gehören zum Kraichgau, knapp ein Fünftel zu den Hardtebenen und ein schmaler Streifen im Norden zur Bergstraße. Baiertal und Schatthausen liegen ganz im Hügelland, die Gemarkung der Kernstadt zu rund zwei Dritteln. Das Gelände reicht von rund 105 Metern im Westen bis auf rund 233 Meter im Norden; der Marktplatz liegt auf 130 Metern, knapp 700 Meter östlich der Naturraumgrenze.

Der Leimbach kommt aus dem Hügelland bei Balzfeld und Dielheim, fließt durch Altwiesloch und am Südrand der Altstadt entlang und nimmt noch in Wiesloch den Waldangelbach auf, der aus Mühlhausen und Rauenberg kommt. In der Ebene wendet er sich nach Norden, folgt ein Stück der Bahnlinie und der Grenze zu Walldorf und mündet bei Brühl in den Rhein. Früher standen so viele Mühlen an seinem Lauf, dass der Bach in Wiesloch auch Mühlbach hieß; 1786 waren es neun. Durch Baiertal und an Schatthausen vorbei fließt der Gauangelbach, der den Leimbach kurz vor Dielheim erreicht.

Rund zweieinhalb Kilometer westlich der heutigen Altstadt, nahe dem Bahnhof, kreuzten sich die Römerstraßen von Speyer nach Bad Wimpfen und von Ladenburg nach Süden; dort stand im 2. und 3. Jahrhundert ein Straßendorf. 801 erscheint Wiesloch als „Wezzinloch“ im Lorscher Codex, 965 erhielt der Ort Marktrecht, und ab dem 10. Jahrhundert bauten Bergleute über rund zwei Jahrhunderte silberhaltige Bleierze ab. Unter den Pfalzgrafen wird Wiesloch 1288 erstmals Stadt genannt. Am 28. Januar 1689 brannten französische Truppen die Stadt fast vollständig nieder; stehen blieben der Freihof, die evangelische Kirche und der Turm der Burg. Ab 1803 badisch, war Wiesloch bis in die 1930er-Jahre Sitz eines Bezirksamts. Die Eisenbahn hielt ab 1843 rund drei Kilometer vor der Stadt, erst 1901 verbanden Nebenbahnen den Stadtkern mit dem Bahnhof und dem Hügelland. Der Zinkbergbau endete 1954.

Mit Wiesloch endet die Bergstraße. Die Ferienstraße gleichen Namens führt von Darmstadt bis hierher, und weinbaulich bildet die Stadt das Südende des Bereichs Badische Bergstraße, an den südlich der Weinbaubereich Kraichgau anschließt. Die Genossenschaft Winzer von Baden, bis 2017 Winzerkeller Wiesloch, hat hier ihren Sitz. Wirtschaftlich ist Wiesloch eng mit Walldorf verflochten: Beide Städte bilden ein gemeinsames Mittelzentrum, ihre Industriegebiete sind im Westen zusammengewachsen und zählen rund 15.000 Arbeitsplätze. Im Tourismusverband Kraichgau-Stromberg ist Wiesloch nicht Mitglied, beschreibt sich selbst aber als Stadt im Kraichgau.

  • Auto: Die A6 zwischen Mannheim und Heilbronn hat rund zwei Kilometer südlich der Altstadt die Anschlussstelle Wiesloch/Rauenberg (32), von der die B 39 nach Osten ins Hügelland Richtung Sinsheim führt. Von der A5 kommt man über die Anschlussstelle Walldorf/Wiesloch (39) rund fünf Kilometer westlich. Die B 3 verläuft mit mehreren Anschlüssen westlich der Kernstadt und verbindet sie mit Heidelberg, bis zum Hauptbahnhof sind es rund 15 Kilometer. Nach Sinsheim sind es rund 19, nach Bruchsal rund 31 Kilometer.
  • S-Bahn: Der Bahnhof Wiesloch-Walldorf liegt an der Staatsbahnhofstraße am Westrand der Stadt, rund zweieinhalb Kilometer Luftlinie von der Altstadt. Die S 3 der S-Bahn Rhein-Neckar hält dort tagsüber jede halbe Stunde, auch am Wochenende. Nach Norden fährt sie über Heidelberg Hbf (11 bis 13 Minuten) und Mannheim Hbf (rund 30 Minuten) bis Germersheim, nach Süden über Bruchsal nach Karlsruhe Hbf (31 bis 45 Minuten), einzelne Züge enden in Bruchsal (Stand Fahrplan 06.10.2026). Von den Umbenennungen im Dezember 2025 ist die S 3 nicht betroffen.
  • Regionalexpress: Der RE 73 verbindet jede Stunde Heidelberg Hbf (7 bis 11 Minuten) und Karlsruhe Hbf (26 bis 36 Minuten) und hält unterwegs in Bruchsal. Alle zwei Stunden fährt der RE 71 in 9 Minuten nach Heidelberg und in der Gegenrichtung über Bruchsal (13 Minuten) durch das Saalbachtal nach Bretten (32 Minuten) und Mühlacker. Montags bis freitags beginnt hier etwa stündlich die RB 68, die über die Bergstraße in gut anderthalb Stunden nach Frankfurt fährt. Dazu halten einzelne IC und ICE (Stand Fahrplan 06.10.2026).
  • Bus in die Innenstadt: Vom Busbahnhof am Bahnhof fahren die Linien 702, 703, 706, 707 und 708 in rund acht Minuten zur Haltestelle Wiesloch Ringstraße, etwa 150 Meter vom Rathaus. Werktags fahren tagsüber mehrere Busse pro Stunde, samstags zwei bis vier, sonntags zwei; abends fährt stündlich die 706. Die 707 fährt weiter über Altwiesloch nach Baiertal und Schatthausen, werktags alle 30 Minuten, sonntags alle zwei Stunden (Stand Fahrplan 06.10.2026).
  • Bus in den Kraichgau: Die Linie 799 fährt jeden Tag stündlich vom Bahnhof Wiesloch-Walldorf über Eichtersheim, Eschelbach und Dühren zum Hauptbahnhof Sinsheim, in 30 Minuten. Die 703 fährt über Rauenberg nach Mühlhausen und Angelbachtal, die 702 über Dielheim nach Balzfeld und Tairnbach (Stand Fahrplan 06.10.2026). Wiesloch gehört zum Verkehrsverbund Rhein-Neckar; Abfahrten zeigt die Fahrplanauskunft des VRN.
  • Rad: Durch Wiesloch führt der Badische Weinradweg, der von Östringen über Malsch und Rauenberg kommt und über Nußloch und Leimen nach Heidelberg weiterläuft. Die 46 Kilometer lange Leimbachroute folgt dem Bach vom Bahnhof Sinsheim-Hoffenheim bis Brühl am Rhein.

Freizeit

  • Marktplatz, Altes Rathaus und Stadtkirche

    Das Alte Rathaus wurde 1713 nach der Zerstörung von 1689 neu gebaut und 1821 und 1885 umgestaltet; die Säule mit dem Baujahr diente im 18. Jahrhundert als Pranger. Gleich dahinter steht die evangelische Stadtkirche, im 11. Jahrhundert dem heiligen Laurentius geweiht. Ihr Turm stammt bis in über 20 Meter Höhe aus dieser Zeit, an der Südseite sitzt das Sickingen-Portal aus dem frühen 15. Jahrhundert. Die katholische Laurentiuskirche am Adenauerplatz ist die frühere Augustinerkirche von 1745 bis 1750; ihr Glockenturm war einst Wehrturm der Burg, in deren Resten heute die Polizei sitzt.

  • Stadt-Apotheke und Bertha Benz

    Im August 1888 fuhr Bertha Benz mit ihren Söhnen im Patent-Motorwagen ihres Mannes von Mannheim nach Pforzheim. In Wiesloch ging der Treibstoff aus, und der Apotheker der Stadt-Apotheke in der Hauptstraße verkaufte ihr Ligroin, ein Fleckenmittel. Darauf gründet der Beiname der Apotheke als erste Tankstelle der Welt; eine Plastik in der Innenstadt erinnert an den Halt. Die Ferienstraße Bertha Benz Memorial Route folgt der Strecke und führt durch die Stadt.

  • Altstadt zwischen Freihof und Stadtmauer

    Der Freihof mit seinen Treppengiebeln geht auf einen befestigten Adelshof der Herren von Sickingen aus dem 14. Jahrhundert zurück und zählt zu den ältesten Gebäuden der Stadt; heute ist darin ein Restaurant. Von der Stadtmauer stehen drei Türme aus der Mitte des 14. Jahrhunderts: der Runde Eckturm, der Sauermillichhaffe, dessen Name vielleicht von seiner topfartigen Krone kommt, und das Dörndl, einst Gefängnis und seit 1985 Städtisches Museum mit Funden aus dem römischen Dorf und einer Abteilung zum Bergbau, sonntags von 14 bis 16 Uhr geöffnet (Stand 06.10.2026). Gegenüber steht ein römischer Steinkeller, 1987 nahe dem Bahnhof ausgegraben und hierher versetzt. Schilder der Handy-Tour erklären die Stationen per Telefon oder QR-Code.

  • Bergbau-Rundweg am Kobelsberg

    Von der Römerzeit bis 1954 wurden bei Wiesloch mit langen Unterbrechungen Blei-, Zink- und Silbererze gefördert. Der 5,6 Kilometer lange Rundweg mit 20 Stationen, angelegt 2003, beginnt am denkmalgeschützten Portal des Neuen Friedrichstollens am Ortsausgang von Altwiesloch Richtung Baiertal. Unterwegs stehen alte Grenzsteine der Gruben, auf den Halden wachsen Pflanzen schwermetallhaltiger Böden, darunter Orchideen, und vom Schafbuckel, einem früheren Schachtgelände, reicht der Blick über die Rheinebene bis zum Pfälzerwald. Für die Runde brauchst du rund 90 Minuten und feste Schuhe.

  • Weinberge und Weinbaugeschichte

    Nach Schädlingen und Missernten im frühen 19. Jahrhundert belebten Wieslocher Familien den Weinbau neu. Der Apotheker Johann Philipp Bronner (1792 bis 1864) machte große Ödflächen zu Rebland und gründete eine Rebschule; eine Tafel schräg gegenüber der Stadt-Apotheke markiert den Standort seines Wohnhauses. Von 1954 bis 1960 wurden die kleinteiligen Weinberge flurbereinigt. An einem Samstag Ende August oder Anfang September feiern die Vereine in der Fußgängerzone „Wein und Markt“, zuletzt am 5. September 2026 zum 54. Mal (Stand 06.10.2026).

    Mehr über Wein im Kraichgau
  • Gerbersruhpark, Stadtwingert und Dämmelwald

    Der Gerbersruhpark an der Ecke Gerbersruhstraße und Parkstraße wurde 1895 vom Verschönerungsverein angelegt und nach dem früheren Oberamtmann Peter Leopold Gerber benannt; unter alten Bäumen stehen Skulpturen, im Sommer spielt dort die Kulturbühne. Südlich schließt die Stadtwingertanlage an, 2024/25 mit Blühwiesen, Wasserbecken für Wechselkröten und einem Trinkwasserbrunnen neu gestaltet. Zwischen Parkstraße und Waldstraße liegt der feuchte Dämmelwald mit alten Stieleichen und einem Naturerlebnispfad mit acht Tafeln.

  • Feldbahn- und Industriemuseum

    Auf dem Gelände der früheren Tonwarenfabrik nahe dem Bahnhof steht ein denkmalgeschützter Lokschuppen von 1905 mit Rauchfängern für Dampflokomotiven, im Originalzustand erhalten. Der Verein, der dort seit 2001 Feld- und Grubenbahnen mit 600 Millimetern Spurweite sammelt, öffnet etwa viermal im Jahr zu Veranstaltungstagen; dann fährt ein Museumszug über eine rekonstruierte Feldbahntrasse (Stand 06.10.2026).

  • Naturschutzgebiet Frauweilerwiesen

    Südöstlich von Frauenweiler, zwischen der L 594 und der A6, liegt in einer früheren Tongrube ein 12,2 Hektar großes Schutzgebiet mit zwei Seen, Tümpeln, Röhricht und wechselfeuchten Wiesen, seit 1985 Naturschutzgebiet. Besucher bleiben auf den Wegen, Hunde sind dort nicht erlaubt, Baden und Grillen ebenfalls nicht.

Veranstaltungen

Kerwen

Kerwe im Kraichgau: alle Termine

Weihnachtsmärkte

Weihnachtsmärkte im Kraichgau: alle Termine

Alltag

Rathaus und Bürgerbüro sitzen im Neubau von 1978 an der Marktstraße 13, direkt neben dem Alten Rathaus. Vorsprachen gibt es nur mit Termin, der online oder telefonisch vereinbart wird; das gilt auch für die Ortsverwaltungen in Baiertal (Schatthäuser Straße 12) und Schatthausen (Pfarrwiese 2). Das Gebäude ist montags bis donnerstags von 8 bis 12.30 Uhr und von 13.30 bis 16.30 Uhr geöffnet, mittwochs bis 18 Uhr, freitags nur vormittags. Die Hauptstraße ist seit 1983 Fußgängerzone, der Wochenmarkt steht dienstags von 15 bis 19 Uhr und freitags von 7.30 bis 13 Uhr auf dem Adenauerplatz (Stand 06.10.2026).

Zentral liegt die Tiefgarage am Kulturzentrum Palatin, Ringstraße 17 bis 19, mit 386 Plätzen. In den städtischen Parkhäusern und auf den städtischen Parkplätzen kostet jede angefangene Stunde 1,30 Euro, samstags ist das Parken dort kostenlos; die privat betriebene Adenauer-Tiefgarage und der Parkplatz Altwieslocher Straße haben eigene Tarife. Im Parkhaus am Bahnhof Wiesloch-Walldorf kosten bis zu vier Stunden 2 Euro, der ganze Tag 4 Euro; für Fahrräder gibt es dort mietbare Sammelgaragen und Boxen (Stand 06.10.2026).

Wer in Wiesloch gärtnert, sollte den Boden kennen. Erzvorkommen im Muschelkalk und der mittelalterliche Bergbau mit seinen Schlackenhalden haben Arsen, Blei, Cadmium, Thallium und Zink in viele Böden gebracht. Die Anbauverbote von 1998 hat das Landratsamt am 1. Juli 2021 aufgehoben; seitdem zeigt eine Kartenanwendung des Kreises für Gärten und Äcker die erwartete Belastung und gibt Anbauempfehlungen. Auf der Schlackenhalde im Leimbachtal rät das Landratsamt vom Gemüseanbau ab, und bei Bauvorhaben ist der Aushub in weiten Teilen der Gemarkung vorab zu untersuchen.

Zum Schwimmen gibt es von Mai bis September das Freibad WieTalBad; von Herbst bis Juni haben die Lehrschwimmbecken in Baiertal und Schatthausen öffentliche Badezeiten, in den Schulferien bleiben sie geschlossen. Weiterführende und berufliche Schulen liegen fast alle im Schulzentrum, das auch Schüler aus den Nachbargemeinden besuchen. Zum Jahreslauf gehören das Stadtfest Anfang Juli, „Wein und Markt“ im September, der Weihnachtsmarkt ab Ende November und die Kerwen der Stadtteile, in Frauenweiler im Juli, in Baiertal im September und in Schatthausen die Eselskerwe im Oktober (Stand 06.10.2026).

  • Bürgerbüro im Rathaus, Marktstraße 13: nur mit Termin, online oder telefonisch
  • Ortsverwaltungen Baiertal und Schatthausen: ebenfalls nur mit Termin
  • Wochenmarkt auf dem Adenauerplatz: dienstags 15 bis 19 Uhr, freitags 7.30 bis 13 Uhr (Stand 06.10.2026)
  • Parken: samstags kostenlos in städtischen Parkhäusern und auf städtischen Parkplätzen, sonst 1,30 Euro pro Stunde (Stand 06.10.2026)
  • Städtisches Museum im Dörndl: sonntags 14 bis 16 Uhr (Stand 06.10.2026)
  • Vom Bahnhof in die Innenstadt: Bus 702, 703, 706, 707 oder 708 bis Ringstraße, rund 8 Minuten (Stand Fahrplan 06.10.2026)
  • Gemüsegarten: vorher die Bodenkarte des Landratsamts Rhein-Neckar-Kreis prüfen

Häufige Fragen

Gehört Wiesloch zum Kraichgau?

Zum größten Teil. Rund 80 Prozent der Stadtfläche liegen im Naturraum Kraichgau, darunter die Altstadt, Altwiesloch, Baiertal und Schatthausen. Der Westen mit dem Bahnhof Wiesloch-Walldorf und dem Industriegebiet gehört zu den Hardtebenen der Rheinebene, ein schmaler Streifen im Norden zur Bergstraße. Weinbaulich zählt die Stadt zum Bereich Badische Bergstraße, im Tourismusverband Kraichgau-Stromberg ist sie nicht Mitglied; sie selbst beschreibt sich als Stadt im Kraichgau. Wie wir das Gebiet abgrenzen, steht unter Welche Orte gehören zum Kraichgau?

Welche Sehenswürdigkeiten gibt es in Wiesloch?

Die meisten liegen in der Altstadt nah beieinander: der Marktplatz mit dem Alten Rathaus, die evangelische Stadtkirche mit ihrem Turm aus dem 11. Jahrhundert, die barocke Laurentiuskirche, der Freihof, drei Türme der Stadtmauer und das Städtische Museum im Dörndl. Dazu kommt die Stadt-Apotheke in der Hauptstraße, in der Bertha Benz 1888 Treibstoff kaufte. Für einen Rundgang gibt es die Handy-Tour mit nummerierten Schildern, Stadtführungen bietet die Volkshochschule Südliche Bergstraße an. Außerhalb der Altstadt liegen der Bergbau-Rundweg bei Altwiesloch, der Gerbersruhpark und das Feldbahn- und Industriemuseum, das nur an seinen Veranstaltungstagen öffnet.

Wie komme ich vom Bahnhof Wiesloch-Walldorf in die Innenstadt?

Am einfachsten mit dem Bus. Der Bahnhof liegt zwar auf Wieslocher Gemarkung, aber rund zweieinhalb Kilometer Luftlinie westlich der Altstadt an der Grenze zu Walldorf; auf der Straße sind es knapp drei Kilometer. Die Linien 702, 703, 706, 707 und 708 fahren in rund acht Minuten zur Haltestelle Wiesloch Ringstraße, von der es etwa 150 Meter zum Rathaus sind. Werktags fahren tagsüber mehrere Busse pro Stunde, samstags zwei bis vier und sonntags zwei; abends fährt stündlich die 706 (Stand Fahrplan 06.10.2026). Die aktuellen Abfahrten findest du in der Fahrplanauskunft des VRN.

Wo hat Bertha Benz in Wiesloch getankt?

In der Stadt-Apotheke in der Hauptstraße. Auf ihrer Fahrt von Mannheim nach Pforzheim im August 1888 kaufte Bertha Benz dort Ligroin, ein Fleckenmittel, das der Motorwagen als Treibstoff nutzte; es sollen etwa drei Liter gewesen sein. Die Apotheke besteht seit 1735, ihre Einrichtung von 1858 ist heute ein privates Museum. Es öffnet nur an einzelnen Tagen, etwa am Stadtfest-Sonntag im Juli und an den ersten beiden Sonntagen des Weihnachtsmarkts, jeweils nachmittags (Stand 06.10.2026); Gruppen können einen Vortrag vereinbaren.

Weiterführende Themen

Quellen