Stadt · Rhein-Neckar-Kreis

Neckarbischofsheim im Kraichgau

Die kleinste Stadt in unserem Gebiet liegt im Krebsbachtal, umgeben von Wald: eine Altstadt der Ritter von Helmstatt mit zwei Schlössern in einem Park, einer Grabkirche voller steinerner Ritterfiguren und einem fünfeckigen Turm, dazu talaufwärts zwei Dörfer, von denen eines bis 1952 zur Hälfte hessisch war.

Mit der Bahn
S 8 zwischen Heidelberg und Aglasterhausen bis Neckarbischofsheim Nord, gut 2 km vor der Stadt; weiter mit Bus 797 in 4 Minuten
Mit dem Auto
über Waibstadt und die B 292 rund 12 km zur A6-Anschlussstelle Sinsheim (33a)
Krebsbachtalbahn
2026 keine Ausflugsfahrten mehr wegen Gleisschäden; 2027 feiert die Bahn ihr 125-jähriges Bestehen (Stand 25.09.2026)
Das weiß verputzte Alte Schloss mit rotem Walmdach spiegelt sich im Schlossteich, rechts steht unter hohen Bäumen ein steinernes Renaissance-Tor im Schlosspark.

74924 Neckarbischofsheim

Website der Gemeinde

Bild: © Roman Eisele, CC BY-SA 4.0, Ausschnitt

Neckarbischofsheim kurz erklärt

Neckarbischofsheim ist eine Stadt im Osten des Rhein-Neckar-Kreises mit 4.205 Einwohnern (Stand 31.12.2025), jeweils rund 24 Kilometer Luftlinie von Heidelberg und Heilbronn entfernt, und die kleinste der 16 Städte, die wir zum Kraichgau zählen. Über fünf Jahrhunderte waren die Herren von Helmstatt hier Ortsherren; ihr Altes Schloss steht im Schlosspark mitten in der Stadt, mehr als 40 ihrer Grabmäler in der Totenkirche. Den Neckar trägt die Stadt nur im Namen, er fließt rund 15 Kilometer entfernt.

Fakten

Status
Stadt; 1378 erstmals als Stadt genannt, Stadttitel 1950 erneut verliehen
Landkreis
Rhein-Neckar-Kreis seit 1973, zuvor Landkreis Sinsheim; Mitglied im Gemeindeverwaltungsverband Waibstadt
Einwohner (31.12.2025)
4.205 (amtliche Fortschreibung der Statistischen Ämter)
Fläche
26,41 km², vollständig im Naturraum Kraichgau
Postleitzahl
74924 für alle Stadtteile; Telefonvorwahl 07263, in Untergimpern 07268
Gliederung
Kernstadt und die Stadtteile Helmhof und Untergimpern
Höhenlage
rund 165 m im Krebsbachtal bis 298 m im Südosten der Gemarkung
Erste Erwähnung
988 in einer Wildbannurkunde König Ottos III. für den Bischof von Worms
Rathaus
Alexandergasse 2 in der Alexanderburg, 74924 Neckarbischofsheim

Redaktionell geprüft am 6. Oktober 2026.

Kernstadt und zwei Stadtteile im Krebsbachtal

Alle drei Orte liegen am Krebsbach, der unterhalb der Kernstadt in den Schwarzbach mündet; talaufwärts folgen Helmhof und Untergimpern, dahinter beginnt mit Obergimpern das Gebiet von Bad Rappenau. Untergimpern kam am 1. Januar 1971 zur Stadt. Helmhof lag schon zum Teil auf Neckarbischofsheimer Gemarkung, der andere Teil gehörte mit dem Wimpfener Forst bis 1952 zu Wimpfen und damit zu Hessen. Beide Stadtteile stellen je zwei Gemeinderäte und haben einen eigenen Kindergarten und einen Halt der Krebsbachtalbahn. Zur Stadt gehören außerdem Wohnplätze wie die Heidäckersiedlung, die Helmhofer Forsthäuser und der Krixenberghof.

  • Neckarbischofsheim (Kernstadt)

    Altstadt im Krebsbachtal mit Schlosspark, Altem und Neuem Schloss, Stadtkirche, Totenkirche und Fünfeckigem Turm; das Rathaus sitzt seit Ende der 1990er-Jahre in der Alexanderburg. Nach 1945 entstanden neue Wohngebiete rund um die Altstadt, die Schwarzbachsiedlung im Norden ging aus einem Barackenlager für Heimatvertriebene hervor. Dazu gehören das Schulzentrum mit Grundschule, Gymnasium und Hallenbad und das Freibad am Schwimmbadweg

  • Helmhof

    rund drei Kilometer talaufwärts am Rand des Wimpfener Forsts, zwischen 1710 und 1712 als Siedlung von Waldarbeitern, Tagelöhnern, Holzhauern und Kohlenbrennern entstanden. Weil sich das Dorf über die Grenze in den Forst ausdehnte, war es nach 1803 zwischen Baden und Hessen geteilt; 1952 kam der hessische Teil mit dem ganzen Forst zu Neckarbischofsheim. Evangelische Kirche von 1892, Reitanlage des Reitervereins Krebsbachtal, heute vor allem Wohnort

  • Untergimpern

    gut fünf Kilometer südöstlich, der oberste Ort der Stadt im Krebsbachtal. Das Dorf war bis 1803 kurpfälzisch, gehörte kirchlich zu Obergimpern und hatte keine Mauer, deshalb flohen die Einwohner im Dreißigjährigen Krieg und bei den Franzoseneinfällen in das befestigte Bischofsheim. Früher arbeiteten viele in den Kalk- und Sandsteinbrüchen, später kam ein Hersteller von Schwingquarzen dazu. Evangelische Kirche von 1898 mit einer Orgel von 1745, katholische Kirche St. Josef von 1894; seit 1971 Stadtteil

Lage und Anreise

Neckarbischofsheim liegt im nordöstlichen Kraichgau, im unteren Tal des Krebsbachs kurz vor dessen Mündung in den Schwarzbach. Die Gemarkung reicht von rund 165 Metern im Tal bis 298 Meter im Südosten. Unter den Feldern liegt Muschelkalk, Löss nur in Inseln, und gegen den Ost- und Südrand ist das Land bewaldet. Die ganze Stadtfläche liegt im Kraichgau. Die Stadt beschreibt sich selbst als Ort zwischen Kraichgau und Kleinem Odenwald und ist Mitglied im Naturpark Neckartal-Odenwald; der Buntsandstein des Odenwalds beginnt aber erst einige Kilometer weiter nördlich.

Im Südosten schließt der Wimpfener Forst an, ein Wald, den König Heinrich (VII.) im 13. Jahrhundert der Stadt Wimpfen schenkte. Er liegt rund zehn Kilometer von Wimpfens eigener Gemarkung entfernt und macht bis heute einen bedeutenden Teil des Bad Wimpfener Gemeindevermögens aus. Nach 1803 war Wimpfen mit seinem Forst eine hessische Exklave. Als die Stadt 1952 zum Landkreis Heilbronn kam, sollte keine neue Exklave entstehen, deshalb wurde der Forst samt dem hessischen Teil von Helmhof zu Neckarbischofsheim umgemeindet.

Die Geschichte der Stadt ist die der Herren von Helmstatt, einer Familie der Kraichgauer Reichsritterschaft, deren Hauptlinie hier saß. 1274 bestätigte König Rudolf von Habsburg Dieter von Helmstatt die Burg als Reichslehen, 1378 nennt ein Kaufbrief zwischen den Brüdern Raban und Wiprecht den Ort erstmals Stadt. Mauern, Türme und ein umgeleiteter Krebsbach als Graben schützten sie, deshalb flohen die Menschen der umliegenden Dörfer in Kriegszeiten hierher. Die Helmstatt führten früh die Reformation ein, und neben einer jüdischen Gemeinde blieb der Ort bis ins 19. Jahrhundert fast rein evangelisch. Vom 6. März bis 4. April 1622 hatte Tilly sein Hauptquartier im Steinernen Haus, dem heutigen Alten Schloss, und bereitete von hier die Belagerung Heidelbergs vor.

1806 kam Bischofsheim an Baden. Weil es dort schon ein Tauber- und ein Rheinbischofsheim gab, erhielt die Stadt den Zusatz Neckar, obwohl der Fluss rund 15 Kilometer entfernt fließt. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde sie Sitz eines badischen Bezirksamts, bald kamen Amtsgericht, Notariat und Forstamt dazu; 1864 ging das Amt an Sinsheim. In der Nacht zum 3. November 1859 zerstörte ein Brand 88 Gebäude im Süden der Altstadt und machte über 300 Menschen obdachlos. Die jüdische Gemeinde baute 1848 ihre Synagoge am Stadtgraben. Sie wurde 1938 zerstört, die letzten jüdischen Einwohner wurden am 22. Oktober 1940 nach Gurs deportiert; seit 2017 erinnern Stolpersteine an 15 Ermordete. Die Toten der Gemeinde liegen auf dem jüdischen Verbandsfriedhof bei Waibstadt.

Die Bahn kam spät. Die 1862 eröffnete Strecke von Meckesheim nach Neckarelz führte an der Stadt vorbei, einen eigenen Halt gab es erst 1887. Dieser Bahnhof, heute Neckarbischofsheim Nord, liegt gut zwei Kilometer nordwestlich der Altstadt knapp jenseits der Stadtgrenze auf Waibstadter Gemarkung. 1902 folgte die Krebsbachtalbahn über Neckarbischofsheim Stadt, Helmhof, Untergimpern, Obergimpern und Siegelsbach nach Hüffenhardt, 16,9 Kilometer lang. Den regelmäßigen Personenverkehr gibt es seit 2009 nicht mehr, seit 2010 fahren Ausflugszüge. Für den Abschnitt bis Obergimpern mit einer neuen Verbindung nach Bad Rappenau gibt es Pläne für einen täglichen Zugverkehr; einen Termin gibt es dafür nicht.

  • S-Bahn nach Heidelberg: Am Bahnhof Neckarbischofsheim Nord hält die S 8 zwischen Heidelberg und Aglasterhausen, die bis zum Fahrplanwechsel im Dezember 2025 S 51 hieß. Nach Heidelberg Hbf fährt sie ohne Umstieg in rund 50 Minuten, montags bis freitags von 6.38 bis 19.08 Uhr, bis 8.38 Uhr und ab 12.38 Uhr alle 30 Minuten, dazwischen stündlich; samstags und sonntags stündlich von 8.38 bis 18.38 Uhr. Frühe und späte Züge enden in Meckesheim, dort geht es mit der S 7 weiter. In der Gegenrichtung ist Neckarbischofsheim Nord ab Heidelberg nach 44 Minuten erreicht (Fahrplan Oktober 2026).
  • Vom Bahnhof in die Stadt: Der Bus 797 verbindet Neckarbischofsheim Nord in drei bis vier Minuten mit der Haltestelle Rathaus, passt aber nicht zu jedem Zug; mit Wartezeit dauert die Fahrt zwischen Heidelberg und der Altstadt 55 bis 75 Minuten. Zu Fuß sind es knapp drei Kilometer, rund 40 Minuten.
  • Bus nach Sinsheim: Der Bus 797 fährt von der Haltestelle Rathaus über Waibstadt in 26 bis 29 Minuten zum Hauptbahnhof Sinsheim, werktags etwa stündlich, samstags stündlich bis zum Nachmittag, sonntags alle zwei Stunden. In Sinsheim besteht Anschluss an den RE 10b nach Heidelberg und Bad Rappenau. Abends fährt zwischen Sinsheim, Waibstadt, Neckarbischofsheim und Untergimpern das Ruftaxi 7960, das spätestens 60 Minuten vorher bestellt werden muss; es gilt ein besonderer Tarif.
  • Bus nach Bad Rappenau und in die Stadtteile: Montags bis freitags fahren die Linien 681 und 782 abwechselnd etwa stündlich von der Haltestelle Stadthalle über Helmhof und Untergimpern nach Bad Rappenau, in 27 bis 35 Minuten; dazu kommen einzelne Fahrten der Linie 795. Samstags gibt es nur zwei direkte Fahrten je Richtung, sonntags keine, dann geht es mit dem Bus 797 und dem Regionalexpress über Sinsheim in gut einer Stunde. Helmhof und Untergimpern erreicht samstags stündlich und sonntags ab mittags die Linie 782 (Fahrplan Oktober 2026).
  • Auto: Über Waibstadt und die B 292 sind es rund 12 Kilometer zur A6-Anschlussstelle Sinsheim (33a), bis Heidelberg Hbf rund 45 Kilometer, bis Bad Rappenau über Untergimpern rund 15 und bis Heilbronn gut 30 Kilometer. Einen kostenlosen Wohnmobilstellplatz gibt es am Freibad, rund 300 Meter vom Rathaus.
  • Rad: Der Radweg Burgenstraße verbindet das Schloss mit der Burg Steinsberg bei Sinsheim-Weiler, 14 Kilometer mit rund 280 Metern Anstieg.

Freizeit

  • Schlosspark mit Altem Schloss

    Der rund 2,6 Hektar große Park liegt mitten in der Stadt. Am Teich steht das Alte Schloss, auch Steinernes Haus genannt. Es geht auf die Burg zurück, die 1274 als Reichslehen der Helmstatt bestätigt wurde, und erhielt seine heutige Form im 16. Jahrhundert; über dem Eingang zum Treppenturm prangt das Allianzwappen der Familien Helmstatt und Neipperg. Im Rittersaal, heute Trauzimmer, wurden bei der Restaurierung 1976 bis 1978 Wandmalereien aus dem 15. und 16. Jahrhundert freigelegt. Das Museum des Vereins für Heimatpflege in den oberen Stockwerken zeigt die Geschichte der Helmstatt und der Stadt, Stahlstiche des hier geborenen Landschaftsmalers Louis Mayer und Bilder der jüdischen Malerin Ruth Schwob, die 1919 in Neckarbischofsheim geboren wurde. Der Eintritt ist frei, geöffnet ist in der Regel von April bis Oktober am ersten Sonntag im Monat von 15.30 bis 17 Uhr (Stand 25.09.2026). Neben dem Teich steht ein Renaissance-Tor von 1590, gegenüber das Neue Schloss von 1829, heute ein Hotel.

    Burgen und Schlösser im Kraichgau
  • Totenkirche St. Johann

    Die alte Pfarrkirche an der Waibstadter Straße ist seit dem frühen 14. Jahrhundert belegt und war die Grabkirche der Helmstatt. In und an ihr stehen mehr als 40 Grabmäler, die ältesten Platten von 1343 und 1344. Im Chor zeigen Wandmalereien aus dem 14. Jahrhundert Szenen aus dem Alten und Neuen Testament, an den Chorwänden stehen lebensgroße Epitaphe, das größte, rund vier Meter hoch, für Johann Philipp von Helmstatt und seine beiden Frauen aus der Werkstatt des Heilbronner Bildhauers Jakob Müller. Im Langhaus erinnert ein lebensgroßes Epitaph an Wiprecht den Alten, der 1378 den Anteil seines Bruders an Burg und Stadt kaufte. Weil die Kirche keine Heizung hat, finden Gottesdienste nur im Sommer statt; wer sie zu anderen Zeiten besichtigen möchte, fragt beim Evangelischen Pfarramt an. Die Grabsteine an den Außenwänden sind auch von außen zu sehen.

  • Stadtkirche St. Salvator und Zehntscheune

    Die evangelische Stadtkirche an der Hauptstraße steht an der Stelle einer Marienkapelle von 1386. Der Turm stammt von 1543, das Langhaus mit Renaissancegiebel und drei Portalen entstand Anfang des 17. Jahrhunderts, ebenfalls nach Plänen von Jakob Müller. Seine Kanzel mit Brüstung aus Alabaster zeigt Evangelisten und Tugenden, im Gesicht des Lukas erkennt man Martin Luther. Nach dem Hochwasser im Juni 1994 wurde die Kirche renoviert und 1996 wieder eingeweiht. Daneben steht die Zehntscheune von 1570, heute Gemeindehaus der evangelischen Kirche.

  • Fünfeckiger Turm

    Der 24 Meter hohe Hohe Turm von 1448 ist der Rest der Stadtbefestigung aus der zweiten Stadterweiterung. Oben war er ursprünglich zur Stadt hin offen, spätestens ab dem späten 17. Jahrhundert diente er als Arrest, und 1726 bekam er den Fachwerkaufsatz mit Zeltdach. Heute nutzt ihn der Odenwaldklub, der dort ein kleines Heimatmuseum und eine Stube mit Büchern und Dokumenten zum Dichter Adolf Schmitthenner eingerichtet hat; besichtigen lässt er sich nach Vereinbarung.

  • Historischer Rundgang

    25 Gebäude der Altstadt tragen seit 2008 Hinweistafeln, seit 2015 mit QR-Codes zu kurzen Videos. Dazu gehören die Alexanderburg, Geburtshaus des Dichters Karl Mayer und des Malers Louis Mayer, das Rentamt der Helmstatt von 1577, die Stadtmühle von 1582, die bis 1960 mahlte, das Alte Rathaus von 1843 und das frühere Bezirksamt, seit 1881 Stadtapotheke. Am Synagogenplatz erinnern Mauerreste und ein Gedenkstein an die zerstörte Synagoge. Stadtführungen vermittelt der Verein für Heimatpflege auf Anfrage, an einzelnen Terminen auch als Führung in historischen Gewändern.

  • Krebsbachtalbahn

    In der Regel fahren von Mai bis Mitte Oktober an Sonn- und Feiertagen Ausflugszüge von Neckarbischofsheim Nord durch das Krebsbachtal nach Hüffenhardt, von Mai bis September auch am dritten Mittwoch im Monat. Der Förderverein Krebsbachtalbahn organisiert die Fahrten gemeinsam mit DB Regio. Nach Hitzeschäden an den Gleisen Ende Juni 2026 ist die Strecke gesperrt, alle Fahrten dieses Jahres entfallen. Das Lokschuppenfest in Hüffenhardt soll 2027 nachgeholt werden, wenn die Bahn 125 Jahre alt wird (Stand 25.09.2026).

  • Mit dem Rad zur Burg Steinsberg

    Vom Schloss führt der Radweg Burgenstraße über das Hügelland nach Süden zur Burg Steinsberg bei Sinsheim-Weiler, 14 Kilometer mit rund 280 Metern Anstieg, gut eine Stunde Fahrzeit.

    Besuch auf der Burg Steinsberg planen

Veranstaltungen

Kerwen

Kerwe im Kraichgau: alle Termine

Weihnachtsmärkte

Weihnachtsmärkte im Kraichgau: alle Termine

Alltag

Rathaus und Bürgerbüro sind in der Alexanderburg, Alexandergasse 2, montags bis freitags von 8 bis 12 Uhr geöffnet, montags zusätzlich von 15 bis 17 Uhr und mittwochs von 15 bis 18 Uhr. Neckarbischofsheim ist Schulstadt für den Verwaltungsverband: Das Adolf-Schmitthenner-Gymnasium in der Oberen Turmstraße hat mehr als 1.000 Schülerinnen und Schüler, dazu kommt die Grundschule im Ablassweg. Neben der Grundschule betreibt die Stadt ein Hallenbad, das in der Regel von September bis Mai offen ist, allerdings nur mittwochabends. Im Sommer öffnet das August-Schütz-Freibad am Schwimmbadweg, das der Turnverein 09 betreibt, täglich von 10 bis 20 Uhr.

Viele Feste finden im Schlosspark statt: das Stadtfest, 2026 am 11. und 12. Juli, im Juni 2026 erstmals ein Naturparkmarkt, am Kerwe-Sonntag im September ein Kunsthandwerkermarkt und am 10. und 11. Oktober 2026 der Apfeltag. Die Stadtteile feiern eigene Kerwen, 2026 in Untergimpern vom 16. bis 19. Oktober und in Helmhof vom 30. Oktober bis 2. November. Am 5. Dezember 2026 ist Nikolausmarkt rund um die Stadtkirche. Am Ortsausgang Richtung Helmhof betreiben die Feldbahnfreunde eine Feldbahn mit Fahrtagen in der warmen Jahreszeit, 2026 noch am 11. und 25. Oktober und zur Glühweinfahrt am 28. November (Stand 25.09.2026).

  • Rathaus in der Alexanderburg, Alexandergasse 2: Mo bis Fr 8 bis 12 Uhr, Mo 15 bis 17 Uhr, Mi 15 bis 18 Uhr
  • Museum im Alten Schloss: in der Regel April bis Oktober am ersten Sonntag im Monat, 15.30 bis 17 Uhr, Eintritt frei
  • Totenkirche: Gottesdienste nur im Sommer, für Besichtigungen zu anderen Zeiten beim Evangelischen Pfarramt anfragen, Turmstraße 6
  • Bahnhof Neckarbischofsheim Nord (S 8) liegt gut 2 km außerhalb, weiter mit Bus 797 zur Haltestelle Rathaus
  • Krebsbachtalbahn: 2026 keine Fahrten mehr, Stand der Reparatur beim Förderverein erfragen
  • Wohnmobilstellplatz am Freibad: kostenlos, ganzjährig, Sanitäranlagen von Mai bis September im Freibad
  • Hallenbad nur mittwochabends, in der Regel von September bis Mai

Häufige Fragen

Warum heißt Neckarbischofsheim so, obwohl der Neckar nicht durch den Ort fließt?

Bis 1806 hieß die Stadt einfach Bischofsheim; der Ort war früh Besitz des Bistums Worms, und das Stadtwappen zeigt bis heute einen Bischof mit Krummstab. Als Bischofsheim 1806 an das neue Großherzogtum Baden kam, gab es dort schon Tauberbischofsheim und Rheinbischofsheim. Zur Unterscheidung hieß die Stadt zunächst Bischofsheim am Neckar, später Neckarbischofsheim. Der Fluss selbst ist rund 15 Kilometer entfernt.

Wo liegt der Bahnhof Neckarbischofsheim Nord?

Gut zwei Kilometer nordwestlich der Altstadt und knapp außerhalb der Stadtgrenze auf Waibstadter Gemarkung, beim Waibstadter Ortsteil Bernau. Dort hält die S 8 zwischen Heidelberg und Aglasterhausen, und dort beginnt die Krebsbachtalbahn nach Hüffenhardt. In die Stadt fährt der Bus 797 in drei bis vier Minuten, zu Fuß sind es knapp drei Kilometer. Der Halt Neckarbischofsheim Stadt nahe der Stadthalle wird nur von den Ausflugszügen der Krebsbachtalbahn angefahren.

Fährt die Krebsbachtalbahn 2026?

Nein. Nach hitzebedingten Gleisschäden Ende Juni 2026, darunter eine schwere Gleisverwerfung zwischen Untergimpern und Obergimpern, hat die Albtal-Verkehrs-Gesellschaft, der seit 2024 die Gleise unterstehen, die Strecke am 30. Juni gesperrt. Die Reparatur ist für den Herbst geplant, alle Fahrten dieses Jahres entfallen. Das Lokschuppenfest in Hüffenhardt und die Sonderfahrt aus Mannheim sollen 2027 nachgeholt werden, wenn die Bahn ihr 125-jähriges Bestehen feiert. Aktuelle Informationen gibt der Förderverein Krebsbachtalbahn (Stand 25.09.2026).

Liegt Neckarbischofsheim im Kraichgau oder im Odenwald?

Naturräumlich im Kraichgau: Die ganze Stadtfläche liegt im Kraichgauer Hügelland mit Muschelkalk und Löss. Die Stadt sieht sich selbst zwischen Kraichgau und Kleinem Odenwald und ist Mitglied im Naturpark Neckartal-Odenwald. Der Buntsandstein des Odenwalds beginnt erst einige Kilometer weiter nördlich. Wie wir das Gebiet abgrenzen, erklärt die Antwort Welche Orte gehören zum Kraichgau?

Kann man die Totenkirche in Neckarbischofsheim besichtigen?

Ja, mit Einschränkungen. Weil die Kirche an der Waibstadter Straße keine Heizung hat, feiert die evangelische Gemeinde dort nur im Sommer Gottesdienst; für Besichtigungen zu anderen Zeiten ist das Evangelische Pfarramt in der Turmstraße 6 der Ansprechpartner. Die mittelalterlichen Grabplatten an den Außenwänden sind auch von außen zu sehen. Am 26. Dezember 2026 lädt der Verein für Heimatpflege zum Weihnachtsliedersingen in die Totenkirche ein.

Welche Stadtteile gehören zu Neckarbischofsheim?

Neben der Kernstadt zwei: Helmhof, rund drei Kilometer talaufwärts, und Untergimpern, gut fünf Kilometer südöstlich. Beide liegen wie die Stadt am Krebsbach. Untergimpern war ein eigenes Dorf und kam 1971 dazu, Helmhof war bis 1952 zwischen Neckarbischofsheim und Wimpfen, also zwischen Baden und Hessen, geteilt. Dazu kommen Wohnplätze wie die Heidäckersiedlung, die Helmhofer Forsthäuser und der Krixenberghof. Alle haben die Postleitzahl 74924.

Weiterführende Themen

Quellen